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BR Schneider-Ammann besucht Crypto Valley Zug

17.08.2017
BR Schneider-Ammann besucht Crypto Valley

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann besucht das «Crypto Valley» im Wirtschaftsraum Zug

Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel begrüsste Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann am Donnerstag, 17. August in Zug. Thema des Treffens war das «Crypto Valley» im Wirtschaftsraum Zug.

In Zug haben sich vermehrt internationale Unternehmen niedergelassen, die sich auf Blockchain-Technologien und Verschlüsselungstechniken, d.h. kryptografische Anwendungen, spezialisieren. In Anlehnung daran wurde von Pionieren der Zuger FinTech-Szene der Region die Bezeichnung «Crypto Valley» gegeben. Diese Entwicklung bot der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug Anlass, Bundesrat Schneider-Ammann einen vertieften Einblick zu geben, dies unter Beteiligung der Fachhochschule, Spezialisten der Branche und verschiedener Start-ups. «Die Digitalisierung ist eine riesige Chance für die Schweiz. Zug macht mit dem Crypto Valley derzeit vor, wie wir sie packen können. Ich freue mich über den heutigen offenen Austausch mit den Akteuren vor Ort. Die Jobs schafft die Wirtschaft – aber die Politik steht in der Pflicht, mit optimalen Rahmenbedingungen Unterstützung zu leisten», sagte der Wirtschafts- und Bildungsminister.

«Crypto Valley» Zug
Den Anfang des Fintech-Booms im Crypto Valley bildeten die Ansiedlungen von Bitcoin Suisse, Ethereum und Monetas im Jahr 2013. Mittlerweile haben sich weitere Unternehmen mit internationaler Strahlkraft im Wirtschaftsraum Zug niedergelassen. Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel erklärt: «Dazu beigetragen hat das Gesamtpaket an hervorragenden Standortbedingungen wie Wirtschaftsfreundlichkeit, politische und finanzielle Stabilität, attraktive Steuern, Internationalität, Zugang zu gut ausgebildeten Fachkräften und Bildung, sowie ein wirtschaftsfreundliches Geschäftsumfeld.» Die ansässigen Unternehmen sind ausgezeichnet vernetzt und streichen zusätzlich die Nähe und Zugriff auf die globalen Märkte und den Finanzplatz Zürich heraus, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz, den Sinn für Privatsphäre sowie das dezentrale politische System. «Der hohe Ausbildungsstand wird durch eine Vielzahl von Bildungsstätten, wie beispielsweise dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ und dem IT-Departement Rotkreuz – beide unter dem Dach der Hochschule Luzern HSLU – gefördert», ergänzt Matthias Michel.

Dynamik im Wirtschaftsraum Zug
Für die erfolgreiche Entwicklung des neuen Clusters braucht es Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Fachrichtungen die vernetzt sind, eine zukunftsorientierte Forschung und Ausbildung sowie tiefe regulatorische Hürden. Das Crypto Valley ist ein Beispiel für die gegenwärtige Dynamik am Standort Zug. Hier treffen Jungfirmen auf Grossunternehmen, die branchenübergreifend zusammenarbeiten und durch das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ), Kompetenzzentrum für Finanzen mit Standort Zug, und dem Departement Informatik der Hochschule Luzern (HSLU) mit IT-Wissen unterstützt werden. Um die Dynamik zu nutzen, die Kräfte zu bündeln und die Vernetzung zu fördern, wurde die «Crypto Valley Association» (CVA) gegründet, die bereits rund 35 Mitglieder hat. Die lösungsorientierten lokalen Behörden unterstützen die Bemühungen und versuchen, bei Herausforderungen pragmatische Lösungen zu finden.

Digitalisierung des Finanzsektors
Neue Impulse für den Finanzsektor kommen aus der Finanztechnologie (kurz FinTech-Branche). Speziell am derzeitigen digitalen Umschwung ist, dass er nicht aus der Bankenwelt kommt, sondern mehrheitlich aus dem ICT-Bereich vorangetrieben wird. Die bestehenden Strukturen werden nicht nur weiterentwickelt, sondern radikal überarbeitet mit dem Ziel, benutzerfreundliche Lösungen für Finanzdienstleistungen und verwandte Gebiete (z.B. Logistik, Urheberrechte) zu entwickeln, die aufgrund der digitalen Möglichkeiten den Kundinnen und Kunden günstiger angeboten werden können. Damit werden traditionelle Finanzunternehmen herausgefordert. Mittlerweile haben neben innovativen Jungunternehmen auch gestandene Finanzdienstleister die digitalen Möglichkeiten entdeckt. So forschen und entwickeln kleine und grosse Unternehmen allein oder gemeinsam an neuen Anwendungen und Verbesserungen.

Pionierrolle für die Stadt Zug
Der Bitcoin-Pilot der Stadt Zug ist ein Zeichen an die FinTech-Welt: Es zeigt Offenheit für innovative Ideen und ideelle Unterstützung. Sodann können ab September 2017 alle Stadtzuger Einwohnerinnen und Einwohner eine digitale Identität erhalten. Ziel dieser digitalen ID ist unter anderem, dass sie zukünftig für «e-Voting» bei Abstimmungen genutzt werden kann. Somit behauptet sich die Stadt Zug in seiner Rolle als Pionier im Crypto-Bereich, was sie dem Wirtschaftsminister am Treffen aufzeigen konnte.

Änderung der Bankenverordnung
Der Bundesrat hat die Wichtigkeit einer starken FinTech-Branche für einen in Zukunft weiterhin erfolgreichen Finanzplatz Schweiz erkannt. So hat er einer Änderung der Bankenverordnung per 1. August 2017 zugestimmt. Diese erlaubt es, dass FinTech-Unternehmen bis zu einer bestimmten Grösse ihr Geschäftsmodell entwickeln können, ohne sofort den starken Regulierungen der Finanz-Branche (Banklizenz) zu unterstehen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die junge Branche, da die Regulierungen für Start-ups und Kleinunternehmen meist unüberwindbare Hürden darstellen.

Starke Stellung des «FinTech Hub Schweiz»
Die FinTech-Studie des IFZ unterstreicht die starke Stellung des «FinTech Hub Schweiz». Aufgrund des international starken Finanzplatzes Schweiz ist es nicht verwunderlich, dass die FinTech-Branche Schweiz sich weltweit als Top Standort positioniert. Eine detaillierte Übersicht und internationalen Vergleich des Standorts Schweiz liefert die «IFZ FinTech Study 2017». Die Studie zeigt die Leistungsfähigkeit des Schweizer FinTech-Ökosystems, die – im internationalen Vergleich – in allen gemessenen Bereiche, Politik/Recht, Wirtschaft, Sozial und Technologie, überdurchschnittlich gut abschneidet. Die Region Zürich inkl. Zug nimmt hinter Singapur den weltweit zweiten Rang ein. Im schweizweiten Vergleich mit den absoluten Unternehmenszahlen führt Zürich das Ranking an, gefolgt von Zug. Mehr als 30 FinTech-Unternehmen sind bereits in Zug ansässig mit steigender Tendenz.

Am Treffen dabei waren Thomas Ankenbrand, Hochschule Luzern - Wirtschaft; Nicolas Bürer, digitalswitzerland; Sebastian Bürgel, Validity Labs; Oliver Bussmann, Crypto Valley Association; René Hüsler, Hochschule Luzern - Informatik; Stephan Karpischek, Etherisc; Christoph Mussenbrock, Etherisc; Mathias Ruch, Lakeside Partners; Reto Trinkler, Melonport; Martin Würmli, Stadt Zug.

Für weitere Informationen stehen zur Verfügung:

Matthias Michel, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Zug, matthias.michel@zg.ch, Tel. 041 728 55 00
Bernhard Neidhart, Leiter Amt für Wirtschaft und Arbeit, bernhard.neidhart@zg.ch, Tel. 041 728 55 21

 

Typ Titel Bearbeitet
Medienmappe - Crypto Valley Zug.pdf Medienmappe - Crypto Valley Zug.pdf 17.08.2017
Medienmitteilung.pdf Medienmitteilung.pdf 17.08.2017

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