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Konkursstatistik 2017 des Kantons Zug: Anzahl Konkurseröffnungen praktisch unverändert

11.01.2018
Im Jahr 2017 hat das Kantonsgericht des Kantons Zug 415 Konkurse eröffnet. Bei nicht ganz der Hälfte ist keine Überschuldung, sondern ein Organisationsmangel die Ursache für die Anordnung einer konkursamtlichen Liquidation.

Im Jahr 2017 hat das Kantonsgericht des Kantons Zug 415 Konkurse eröffnet. Bei nicht ganz der Hälfte ist keine Überschuldung, sondern ein Organisationsmangel die Ursache für die Anordnung einer konkursamtlichen Liquidation.

Im vergangenen Jahr wurden im Kanton Zug 415 Konkurse neu eröffnet, das sind 3 Verfahren weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2017 hatten insgesamt 229 Verfahren, also gut die Hälfte, ihren Ursprung im Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG); im Jahr 2016 waren es 223.

Der Gesamtbetrag der zu Verlust gekommenen Forderungen, für welche im Jahr 2017 ein Verlustschein ausgestellt wurde, reduzierte sich auf 150 618 858 Franken; im Jahr 2016 waren es noch 497 041 669 Franken.

Leicht weniger Verfahren wegen Organisationsmängeln
Von den neu eröffneten Konkursen entfielen 380 Verfahren auf im Handelsregister eingetragene Firmen und Personen. Davon wurden 140 Verfahren aufgrund einer ordentlichen Betreibung eröffnet. 186 Konkurseröffnungen (Vorjahr: 195) hatten ihre Ursache wiederum in einem Organisationsmangel. Ein solcher liegt vor, wenn die Organisation einer Gesellschaft hinsichtlich ihrer Verwaltung, Vertretung oder der Revision nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und dies zur konkursamtlichen Liquidation führt, falls der Mangel nicht rechtzeitig behoben wird.

Bei fünf Verfahren wurde zudem das vormals mangels Aktiven eingestellte Verfahren wieder eröffnet. Grund dafür war die nachträgliche Entdeckung von Vermögenswerten.

Zusätzlich zu den vom Kantonsgericht eröffneten Konkursverfahren, wurde ein Konkurs, der von ausländischen Gerichten über Gesellschaften mit Sitz im Ausland eröffnet worden ist, auf das Gebiet der Schweiz ausgedehnt.

In zwei Fällen erfolgte die Konkurseröffnung aufgrund der Insolvenzerklärung einer natürlichen Person. Im Vorjahr verlangten fünf im Handelsregister nicht eingetragene Personen die konkursamtliche Liquidation ihres Vermögens.

Für 33 (Vorjahr: 34) von den Erben ausgeschlagene Erbschaften ordnete das Kantonsgericht Zug die Liquidation durch das Konkursamt an.

Durchführung, Einstellung, Widerruf oder Anfechtung der Konkursverfahren
Zusammen mit den aus dem Jahr 2016 übernommenen 401 pendenten und den fünf wieder eröffneten Verfahren, ergaben die 415 neu eröffneten Konkurse insgesamt 821 im Jahr 2017 zu behandelnde Konkursverfahren. Im Jahr 2016 waren es noch 776.

Von den 821 zu behandelnden Konkursverfahren wurden 98 (Vorjahr: 90) Konkurse nach durchgeführtem Verfahren geschlossen. 261 Verfahren gelangten nicht zur Durchführung und wurden mangels Aktiven eingestellt; im Vorjahr waren es 268. In acht Fällen erfolgte ein Widerruf des Konkursverfahrens, nachdem sämtliche Forderungen getilgt oder von den Gläubigern zurückgezogen wurden. Dies sind fünf Konkurswiderrufe mehr als im Vorjahr. Insgesamt 15 Konkurseröffnungen (Vorjahr: 14) wurden mittels Beschwerde erfolgreich angefochten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 439 pendenten Verfahren 38 mehr auf das neue Jahr übertragen.

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
Andreas Hess, Leiter Handelsregister- und Konkursamt Kanton Zug, Tel. 041 728 55 85
Gianni Bomio, Generalsekretär Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zug, Tel. 041 728 55 00

Beilage: Konkursstatistik 2017

Beilagen

Beilagen
Typ Titel Bearbeitet
Konkursstatistik 2017 Konkursstatistik 2017 11.01.2018
Medienmitteilung Medienmitteilung 11.01.2018

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