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26.11.2014

Lernende des GIBZ können weiterhin Praktika im Ausland absolvieren

26.11.2014
Lernende des Gewerblich-industriellen Bildungszentrums Zug (GIBZ) können weiterhin im Ausland Praktika absolvieren

Lernende des Gewerblich-industriellen Bildungszentrums Zug (GIBZ) können weiterhin im Ausland Praktika absolvieren

Die EU-Kommission der Erasmus+-Programme hat mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Februar 2014 entschieden, die Schweiz nicht mehr zu berücksichtigen. Interessierte Lernende des Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug (GIBZ) können aber weiterhin praktische Auslanderfahrung sammeln. Das GIBZ hat im Jahr 2013 einen Antrag bei der «ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit» für das Mobilitätsprogramm Leonardo da Vinci gestellt, welcher bis Mai 2015 bewilligt wurde.

Das Mobilitätsprogramm Leonardo da Vinci ist ein Mobilitätsprogramm von Erasmus+. Beat Wenger, Rektor am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug (GIBZ), erklärt: «Angesprochen sind interessierte, engagierte Lernende im zweiten oder dritten Lehrjahr, die ihren Horizont erweitern möchten und motiviert sind für eine erste Auslanderfahrung. Die Lernenden können während ihres Praktikums in einem Betrieb arbeiten, die Berufsschule besuchen und, wenn immer möglich, in einer Gastfamilie logieren. Im Gegenzug nimmt das GIBZ Lernende aus dem Ausland auf, organisiert ein Praktikum in einem Betrieb und kümmert sich um eine Gastfamilie.» Ebenso am Programm teilnehmen können Berufsbildungsfachkräfte wie Lehrpersonen, Berufsberater und Berufsberaterinnen, Ausbildnerinnen und Ausbildner. Diese können während maximal sechs Wochen im Ausland ein Projekt erarbeiten.

Erfolgreicher Programmstart bereits 2013
Im Jahr 2013, nach Bewilligung des Antrags, konnten bereits sechs Lernende der Bereiche Zeichner/-in Fachrichtung Architektur und Schreinerei des GIBZ ein Praktikum absolvieren. Auch in diesem Jahr waren sieben Lernende unterwegs und bis Ende Jahr werden nochmals zwei, ein Maurer und eine Zeichnerin Fachrichtung Ingenieurbau, vom Mobilitätsprogramm profitieren können.

Weiterführung des Mobilitätsprogramms
Die Lernenden des GIBZ können voraussichtlich auch weiterhin am Mobilitätsprogramm teilnehmen, da der Bundesrat am im September 2014 entschieden hat, die für dieses Jahr eingerichtete Übergangslösung, welche vom SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation), dem BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie) und dem SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) erarbeitet wurde, für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ in den kommenden zwei Jahren weiterzuführen. Beat Wenger präzisiert: «Das heisst, die gesprochenen Gelder für das Mobilitätsprogramm Leonardo da Vinci werden direkt für Lernende aus der Schweiz sowie auch, unter bestimmten Voraussetzungen, für Lernende von Partnerschulen aus dem Ausland eingesetzt und fliessen nicht mehr in den EU-Topf.»

Positive Erlebnisse für Lernende
Mobilitätsprogramme sind für Lernende nicht einfach Ferien. Neben dem Einleben an einem fremden Ort, an einer neuen Berufsschule und in einem Betrieb, müssen sie auch mehrmals wöchentlich von ihren Erfahrungen, auf einem Onlineportal des GIBZ, berichten, wie der folgende Eintrag zeigt: «Heute war mein zweiter und leider schon letzter Schultag in Weiden. Auf dem Programm stand eine Prüfung zum Thema Steildächer und die Religionslehrerin brachte uns einen Überraschungsgast mit. Der Überraschungsbesuch heisst Günter, er ist körperlich behindert aber kann wunderschöne Bilder mit seinen Füssen malen. Hat mich echt beeindruckt. Für heute Abend steht eine historische Stadtführung durch die Stadt Cham (DE) bevor.» (Auszug aus einem Tagesbericht). Die Lernenden erhalten einen ersten Eindruck, wie ihr Beruf in anderen Ländern ausgeübt wird, ihr Selbstvertrauen wird gestärkt und positive Erlebnisse wirken sich motivierend auf den Alltag zu Hause aus.

Attraktives duales Berufsbildungssystem
Das GIBZ betrachtet die Teilnahme am Leonardo da Vinci Mobilitätsprogramm unter dem Aspekt der Begabtenförderung und der Attraktivitätssteigerung des dualen Berufsbildungssystems. Beat Wenger fasst zusammen: «In diesem Sinne blickt das GIBZ einer weiteren Zusammenarbeit mit Partnerschulen im Ausland und der stetigen Zunahme von Teilnehmenden am Mobilitätsprojekt aufgeschlossen und zuversichtlich entgegen.»

Weitere Informationen:
Beat Wenger, Rektor GIBZ, , Tel 041 728 30 31
Ruedi Jung, zuständig für das Mobilitäsprogramm am GIBZ,

Erasmus+
Unter dem Projektnamen Erasmus+ sind Anfang 2014 diverse Mobilitätsprogramme der Europäischen Union eingebunden worden, so auch Leonardo da Vinci, ein Programm für Berufslernende in dienstleistungsbezogenen-, gesundheitlichen, gewerblichen und industriellen Lehrberufen. Das Erasmus+-Programm ist eines der weltweit grössten Förderprogramme der EU. Alle 28 Mitgliedsstaaten der EU sowie die Länder Norwegen, Island, Liechtenstein, Türkei und die Schweiz nehmen an diesem Programm teil. Wobei die Schweiz mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative vom 9.2.2014 von der EU vom Mitglieds- auf ein Partnerland zurückgestuft wurde. Die Erasmus+-Kommission hat in der Folge den antragstellenden Institutionen untersagt, eine schweizerische Institution als Partner aufzunehmen. Mit der vom Bundesrat bewilligten Übergangslösung, ist es weiterhin möglich, mit Partnerschulen zusammenzuarbeiten.

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