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Neue Linienführung am Zimmerberg?

14.01.2011

Mit der Gründung des Komitees «Zimmerberg Light» möchten die Initianten eine neue mögliche künftige Linienführung der Bahn am Zimmerberg zwischen Baar und Thalwil propagieren und damit den Zimmerberg-Basistunnel II (ZBT II) in Frage stellen. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug bleibt jedoch bei ihrer bestehenden Haltung und damit bei der offiziellen Linienführung des Bundes und der beteiligten Kantone.

Die Linienführung des ZBT II wurde seit Beginn der Neat-Diskussion in den Neunzigerjahren immer wieder in Frage gestellt. Der Bund, der für diese Planungen zuständig ist, hat diese Linienführung mehrfach überprüft. Dabei wurde die direkte Linienführung mittels eines Doppelspurtunnels von Litti bei Baar nach Nidelbad bei Thalwil regelmässig bestätigt, da diese ein gutes Kosten/-Nutzenverhältnis aufweise. Mit dem ZBT II kann nicht nur die fehlende Streckenka-pazität der alten einspurigen Tunnels behoben werden, sondern es kann auch der Engpass im Bahnhof Thalwil, wo sich stündlich zahlreiche Züge abkreuzen, beseitigt werden. Von besonderer Bedeutung für das gute Kosten-/Nutzenverhältnis ist die Tatsache, dass mit dem Basistun-nel die Reisezeiten aus vielen Orten der Zentralschweiz nach Zürich um rund einen Drittel verkürzt werden können. Ebenso wichtig ist auch, dass beim Zimmerberg-Basistunnel I (Zürich-Thalwil), der 2003 eröffnet wurde, bereits ein unterirdisches Verzweigungsbauwerk im Umfang von rund 100 Millionen Franken für die Weiterführung des Tunnels Richtung Zug vorinvestiert wurde.

Rechtliche Aspekte
Aus rechtlicher Sicht ist die Linienführung mit dem vom Bundesrat verabschiedeten Sachplan Verkehr des Bundes, aber auch mit den Richtplänen der Kantone Zürich und Zug klar festgelegt. Es besteht kein Anlass, diese frisch überarbeiteten Grundlagen erneut zu hinterfragen.

Politische Aspekte
Aus politischer Sicht liegt ein klarer Auftrag des Schweizer Volkes vor, das sich schon zweimal in Abstimmungen für den ZBT II ausgesprochen hat. Zudem hat der Zuger Kantonsrat in diversen Vorlagen die Forderung nach dem ZBT II regelmässig klar bestätigt. Ein Blick über die Kantonsgrenze zeigt, dass der Kanton Zug zusammen mit der ganzen Metropolitankonferenz Zürich (8 Kantone und gegen 100 Städte und Gemeinden) den ZBT II in der bisherigen Form als prioritäres Projekt bezeichnet hat und mit dieser grossen Unterstützung in Bern bei Parlamentariern und beim Bundesamt für Verkehr (BAV) schon vorstellig geworden ist. Entsprechende Aktivitäten wurden auch über die Regierungen der Zentralschweizer Kantone und das Gotthard-Komitee in die Wege geleitet. Vor diesem Hintergrund nun vorschnell das Projekt zu wechseln, würde die ganzen Anstrengungen schwächen und die Bündnispartner des Kantons Zug verunsichern.

Keine neuen Argumente für andere Linienführung aufzeigbar
Trotz den überzeugenden technischen Argumenten und der rechtlichen und politischen Verpflichtung für den ZBT II hat sich die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug mehrfach beim Bund dafür eingesetzt, dass auch Alternativen zum ZBT II wie zum Beispiel die Variante Zimmerberg Light ernsthaft geprüft werden. Bisher konnte der Bund dem Kanton Zug jedoch keine neuen Argumente aufzeigen, die ein Abrücken von der bisher festgelegten Linienführung am Zimmerberg als sinnvoll erachten liessen.


Volkswirtschaftsdirektion

 

Weitere Auskünfte:
Matthias Michel, Regierungsrat Tel. 041 728 55 00
 

Weitere Informationen

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