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öV-Angebot im Kanton Zug ab Dezember 2017

21.09.2017
Medienmitteilung: öV-Angebot im Kanton Zug ab Dezember 2017

Der Zuger Regierungsrat hat das Angebot im öffentlichen Verkehr für die beiden kommenden Fahrplanjahre festgelegt. Trotz angespannter Finanzlage bei Bund und Kanton kann dank optimierter Linienführungen das Busnetz punktuell verbessert werden.

«Die Buslinie 8 Rotkreuz–Cham–Steinhausen–Baar wird in mehrere Linienäste unterteilt, damit sind viele Neuerungen im Busnetz verbunden», erklärt Hans-Kaspar Weber, Leiter Amt für öffentlichen Verkehr. Der Abschnitt Rotkreuz–Cham wird als Linie 48 betrieben, die neu alle 15 Minuten via Gewerbegebiet Bösch geführt wird. Am Bahnhof Cham bleiben die bisherigen Anschlüsse bestehen und die neue Linie 48 fährt als Linie 43 nach Rumentikon. Dadurch ist auch eine innerörtliche Verbindung durch das Zentrum von Cham sichergestellt. Die Linie 6 wird neu von Zug–Steinhausen bis nach Cham Bahnhof geführt. Damit ist integral über die gesamte Betriebszeit eine direkte Busverbindung zwischen Cham und Steinhausen sowie auch nach Zug Postplatz sichergestellt. Die Linie 7 wird aus Zug kommend ins Gewerbegebiet Chamerried/Städtler Allmend geführt, wodurch von diesem Gebiet eine attraktive Busverbindung nach Zug entsteht. Für Busreisende von Cham nach Zug werden an der Haltestelle Chamerried rasche Anschlüsse zwischen den Linien 6 und 7 vermittelt. Die schnellste Verbindung zwischen Cham und Zug bleibt weiterhin die Stadtbahnlinie S1. Zwischen Steinhausen und Baar verkehrt neu die Linie 36. Sie wird vom Bahnhof Baar nach Steinhausen Sennweid geführt und erschliesst dieses Gebiet den ganzen Tag alle 15 Minuten. Kundinnen und Kunden aus Baar–Steinhausen erreichen das Einkaufzentrum Zugerland mit der Linie 36 neu über die Haltestelle Steinhausen Rigiweg. Die Linie 16 verkehrt nach wie vor zwischen Steinhausen und Zug, bedient jedoch als Endpunkt das Einkaufszentrum Zugerland (bisher die Haltestelle Sennweid). Das Angebot kann durch die Nutzung von bisherigen Leerfahrten sogar leicht ausgebaut werden.

Neue Durchmesserlinien in Zug und Rotkreuz
Die Linie 14 Inwil–Arbach–Zug verkehrt neu weiter bis Gimenen und ersetzt die Linie 12, was neue Fahrplanzeiten mit sich bringt. Diese Produktivitätssteigerung erhöht die Kostendeckung der beiden Linien; zudem kann am Samstag ein 30-Minutentakt auf beiden Linienästen realisiert werden. Wermutstropfen sind verschiedene längere Umsteigezeiten. Umgekehrt erhalten Reisende in der Zuger Innenstadt häufigere Fahrgelegenheiten, da die neue Durchmesserlinie dann verkehrt, wenn keine andere Buslinie durch die Stadt unterwegs ist.

Die Linie 51 Hünenberg–Rotkreuz verkehrt im 30-Minutentakt weiter bis Küntwil. Die Linie 52 von Rotkreuz bis Küntwil entfällt. Das Dorfzentrum von Rotkreuz wird somit direkt mit den Arbeitsplatzgebieten in der Blegi und dem Bösch verbunden. Am Bahnhof Rotkreuz bestehen Anschlüsse an die Stadtbahn und in der Hauptverkehrszeit an den Interregiozug von und nach Zug–Zürich. Auf Wunsch der Gemeinde Hünenberg wird die Linienführung im Dorf ins Ronyquartier angepasst. Weiter sieht die Gemeinde Anpassungen an den Haltestellenstandorten im Gewerbegebiet Bösch vor. So werden die Haltestellen Seeblick und Rothus (auf der Rothusstrasse) zusammengelegt.

Taktverdichtung an Sonn- und Feiertagen
Als Folge des Entlastungsprogramms des Kantons wurde das Busangebot an Sonn- und Feiertagen reduziert. Die Analyse zeigt, dass an Sonn- und Feiertagen das Nachfragepotenzial am ehesten bedient werden kann, wenn die am meisten gefragte Verbindung verbessert wird. Die Linie 6 soll daher zum 15-Minutentakt verdichtet werden, wobei die zusätzlichen Fahrten ab Steinhausen bis nach Schönegg und zurück verkehren. Die Linie 11, die am Sonntag auf dem Abschnitt Metalli–Schönegg gut ausgelastet ist, kann auf diesem Abschnitt von den Verdichtungskursen der Linie 6 profitieren und verkehrt dort im Viertelstundentakt. Darüber hinaus entfallen bei der Linie 11 die oft kritisierten, langen Aufenthaltszeiten an der Haltestelle Metalli. Reisende aus dem Korridor Steinhausen–Zug, die nach Baar, Ägerital, Menzingen und umgekehrt unterwegs sind, können zudem von 15 Minuten kürzeren Umsteigezeiten profitieren. Hans-Kaspar Weber bilanziert: «So können durch eine Taktverdichtung viele Kundinnen und Kunden im Kanton von kürzeren Reisezeiten profitieren.»

Weitere Anpassungen bei Bus und Bahn
Aufgrund der beschränkt zur Verfügung stehenden Fahrplantrassen infolge des erhöhten Angebots auf der Nord-Südachse am Gotthard kann die Stadtbahnlinie S2 nicht mit allen Zügen nach Walchwil verkehren. Daher wird samstags auf die Kurse Baar Lindenpark–Walchwil verzichtet. Die stündlichen Kurse Baar Lindenpark–Erstfeld verkehren jedoch weiterhin unverändert.

Die S1 wird in der Ferienzeit vermehrt einteilig statt in Doppeltraktion verkehren. Auf den Einsatz des morgendlichen Zusatzzugs Rotkreuz-Cham–Zug wird während den Schulferien im Sommer und über die Feiertage verzichtet. Ganzjährig werden in Rücksprache mit den involvierten Schulen auch diverse Verstärkungskurse beim Bus wegfallen.

Buslinie Menzingen–Finstersee noch bis Ende 2018
Für die Linie Menzingen–Finstersee hat die bisherige Betreiberin Postauto den Bestellern angekündigt, die auslaufende Linienkonzession für den Fahrplan 2019 nicht mehr zu erneuern. Diese stark defizitäre Linie wurde in den letzten Jahren mit verschiedenen Ansätzen immer wieder optimiert. Kostendeckungsgrad und Nachfrage blieben trotzdem sehr tief. Da auch mit einer anderen Busunternehmung keine wesentliche Verbesserung zu erwarten ist und im öffentlichen Verkehr keine generelle Erschliessungspflicht besteht, wird die nachfrageschwächste Buslinie im Kanton am 8. Dezember 2018 ihren Betrieb einstellen.

Fahrpläne ab dem 18. November 2017 im Internet
Die definitiven Fahrpläne 2018 für die Bahn- und Buslinien können ab dem 18. November 2017 im Internet unter www.fahrplanfelder.ch eingesehen werden. Der nächste Fahrplanwechsel findet am Sonntag, 10. Dezember 2017 statt.

Amt für öffentlichen Verkehr

Weitere Auskünfte:
Hans-Kaspar Weber, Leiter Tel. 041 728 55 41

 

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Medienmitteilung vom 21.09.2017 Medienmitteilung vom 21.09.2017 21.09.2017

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