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Maiswurzelbohrer

Der Maiswurzelbohrer ist ein gefährlicher Schädling.

Maiswurzelbohrer im Kanton Zug

Maiswurzelbohrerfalle
Bild Legende:

Der westliche Maiswurzelbohrer ist ein gefährlicher Maisschädling, der 1992 aus Amerika in Europa eingeschleppt wurde. Seitdem breitet er sich kontinuierlich aus. Nach dem erstmaligen Auftreten 2003 in der Schweiz nördlich der Alpen, wird der Schädling flächendeckend überwacht. Am 10. August 2009 wurde bisher erst- und einmalig im Kanton Zug in Rotkreuz ein Käfer gefangen. Bei Befall werden mittels Verfügung verschiedener Massnahmen im Umkreis der Fangstellen massive Schäden in Zukunft vorgebeugt.

Foto Maiswurzelbohrerfalle (R. Gmünder)

Biologie und Schaden

Maiswurzelbohrer
Bild Legende:

Die 5-7 mm grossen Maiswurzelbohrer-Weibchen legen bis zu 500 Eier in den Boden der Maisäcker, wo diese überwintern. Den Hauptschaden verursachen im Folgejahr die Larven, die ab Ende Mai schlüpfen und sich von den Maiswurzeln ernähren. Die jungen Pflanzen werden geschwächt und verlieren ihre Standfestigkeit. Im Juli verpuppen sich die Larven und schlüpfen wiederum als Käfer, wo sie Schäden an den Narben verursachen können.

Foto Maiswurzelbohrer (Bayer CropScience)

Bekämpfung

Bild Legende:

Foto Der in Rotkreuz mit der Leimfalle gefangene Käfer (E. Gmünder)

 

   

Der Maiswurzelbohrer gehört zu den melde- und bekämpfungspflichtigen Schädlingen. Wo ein Befall festgestellt wurde, gelten gemäss einer Verfügung im Kanton Zug folgende Massnahmen:

 

 In der Kernzone (5 km Radius rund um die Fangstelle) gilt:

1. Maistransporte jeglicher Art aus der Kernzone hinaus sind ab sofort bis zum 30. September 2009 grundsätzlich verboten.

Ausnahmen:

  •  Siloballen und Trockenprodukte. Die Trockenprodukte müssen in der Grastrocknungsanlage innerhalb der Kernzone (Hünenberg) hergestellt werden. Diese Ausnahme gilt nicht für die befallenen Parzellen.
  •  Betriebe in der Sicherheitszone, welche eigenes oder gepachtetes Land in der Kernzone bewirtschaften, dürfen exklusiv für den Eigengebrauch Mais aus der Kernzone ausführen. Solche Transporte sind meldepflichtig an den kantonalen Pflanzenschutzdienst (041 784 50 56)

 

2. Der Maisanbau auf Parzellen, auf welchen im Jahre 2009 Mais angebaut wurde, ist verboten.

In der Sicherheitszone (10 km Radius rund um die Fangstelle) gilt:

Der Maisanbau auf Parzellen, auf welchen im Jahre 2009 Mais angebaut wurde, ist verboten.

Empfehlung für die Kernzone:

Die Bodenbearbeitungsmaschinen mit Hochdruckreiniger waschen bevor sie die Kernzone verlassen, um allfällige Eier und Käfer nicht zu verschleppen.

Detailkarte Kanton Zug für Kern- und Sicherheitszone

 

 

Weitere Informationen

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