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Das Ende der gemischten Kunststoffentsorgung am Ökihof der Stadt Zug

11.12.2015
Ab 1. Januar 2016 nimmt der Ökihof der Stadt Zug keine gemischten Kunststoffabfälle mehr entgegen. Neu können nur noch leere, undurchsichtige Kunststoffflaschen am Ökihof entsorgt werden. Diese neue Regelung gilt für alle Ökihöfe im Kanton Zug. Damit endet die langjährige Annahmepraxis für gemischte Kunststoffe am Ökihof Zug. Der ZEBA dankt der Stadt Zug für das Engagement.

Ab 1. Januar 2016 nimmt der Ökihof der Stadt Zug keine gemischten Kunststoffabfälle mehr entgegen. Neu können nur noch leere, undurchsichtige Kunststoffflaschen am Ökihof entsorgt werden. Diese neue Regelung gilt für alle Ökihöfe im Kanton Zug. Damit endet die langjährige Annahmepraxis für gemischte Kunststoffe am Ökihof Zug. Der ZEBA dankt der Stadt Zug für das Engagement.

Erfahrungen des ZEBA mit der gemischten Kunststoffannahme

Am Ökihof der Stadt Zug können seit rund 15 Jahren verschiedenste Kunststoffarten ungetrennt, gratis abgegeben werden. Das Angebot wird nicht nur von der Stadtzuger Bevölkerung, sondern auch den Einwohnern der anderen Zuger und angrenzenden ausserkantonalen Gemeinden genutzt. Die Kosten für die Verwertung der angelieferten Kunststoffe wurde während all den Jahren vollumfänglich durch die Stadt Zug übernommen.

Der ZEBA konnte dank der Stadtzuger Vorreiterrolle wichtige Erfahrungen sammeln und diese auch auf nationaler Ebene einbringen. Anfangs wurde der Kunststoff als sogenannter Sekundärbrennstoff in schweizerischen Zementwerken eingesetzt. Der Kunststoff konnte damit Schweröl als Brennstoff ersetzen. Aufgrund von zu hohen Schwermetallkonzentrationen musste der Versuch aber wieder abgebrochen werden. Während den vergangenen rund zehn Jahren wurden die Kunststoffabfälle im Rahmen eines Pilotversuches an die Firma RISI AG in Sihlbrugg geliefert. Diese stellte den Kunststoff der Plast Oil AG bereit. Plast Oil versuchte Kunststoffabfälle zu verölen. Nachdem die Firma letztes Jahr die Zusammenarbeit beendete, musste der ZEBA seine Strategie der Kunststoffverwertung anpassen. Verwaltungsratspräsident Paul Langenegger dankt der Stadt Zug herzlich für dieses Engagement zur Verbesserung der Zuger und Schweizer Abfallwirtschaft.

Kunststoffflaschen statt gemischte Kunststoffabfälle

Die meisten in den Ökihöfen entsorgten Wertstoffe oder Abfälle werden in irgend einer Form durch Recycling wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Auf diese Weise können die knappen natürlichen Ressourcen geschont werden. Um gemischte Kunststoffabfälle wiederum in den Stoffkreislauf zurückzuführen, müssen diese vorher aufwändig von Hand sortiert werden. Bei Kunststoffabfällen aus Haushalten eignen sich erfahrungsgemäss nur rund 50 % für die stoffliche Wiederverwertung, die andere Hälfte muss in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) oder im Zementwerk verbrannt werden. Das neue Angebot des ZEBA, in allen Zuger Ökihöfen leere Kunststoffflaschen gratis entgegen zu nehmen, ermöglicht eine hundertprozentige stoffliche Wiederverwertung. Die Kunststoffflaschen werden in einem Schweizer Recyclingbetrieb zu Granulat verarbeitet. Dieses kann in der Kunststoffindustrie für die Produktion von Kunststoffrohren eingesetzt werden.

Mit der Abgabe von Kunststoffflaschen an den Ökihöfen können die Haushalte weiterhin den volumenmässig wichtigsten Kunststoffabfall gratis entsorgen. Das Angebot wird ab 1.1.2016 für alle Zuger Ökihöfe eingeführt.

Die neue Regelung ist sinnvoll und breit abgestützt

Die ab Neujahr geltende Praxis Strategie stützt sich auf die langjährigen Erfahrungen der Stadt Zug mit der gemischten Kunststoffannahme am Ökihof, den Empfehlungen des Schweizerischen Städteverbandes, der Swiss Recycling, dem Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA), den Grossverteilern Migros und Coop und den Empfehlungen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).

Recycling ist bei vielen Wertstoffen  im Vergleich zur thermischen Nutzung ökologisch sinnvoller. Allerdings ist es auch nicht vertretbar, alle anfallenden Wertstoffe oder Abfälle um jeden Preis zu recyceln. So muss eine Separatsammlung von Kunststoffen aus Haushalten ein vertretbares und vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Weitere Anforderungen sind: gibt es eine Nachfrage für das aus dem alten Kunststoff hergestellte Granulat, ist die Verwertung finanziert, braucht es vor der Verwertung eine aufwändige und teure Sortierung, sind die Kunststoffe sauber oder bestehen sie aus einem Gemisch von Aluminium und Kunststoff. Der ZEBA hat bei seiner Neuausrichtung der Kunststoffverwertung alle wichtigen Punkte berücksichtigt und ist überzeugt, mit der Verwertung von Kunststoffflaschen aus PE die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Anleitung für das korrekte Recycling von Kunststoffflaschen

Der ZEBA informiert die Bevölkerung an allen Ökihöfen mit einem Plakat über das korrekte Entsorgen von Kunststoffflaschen. Zudem stehen kompetente Ökihofmitarbeiter bereit, die Bevölkerung mit Rat und Tat zu unterstützen. Das korrekte Entsorgen ist Voraussetzung, damit die Kunststoffflaschen recycelt und so wertvolle Rohstoffe geschont werden können.

Gemäss Anleitung des ZEBA können weiterhin alle undurchsichtigen, leeren Kunststoffflaschen an den Ökihöfen entsorgt werden. Diese Flaschen sind in der Regel aus dem Kunststoff Polyethylen (PE) hergestellt und eignen sich für das Recycling. Milch-, Kaffeerahm- und Trinkjoghurtflaschen, Flaschen für Wasch- und Putzmittel sowie Flaschen für Shampoos und kosmetische Anwendungen fallen unter diese Kategorie.

Alle anderen Kunststoffe müssen in Zukunft im gebührenpflichtigen Kehrichtsack entsorgt werden. Darunter fallen Blisterpackungen oder Schalen für Fleischwaren, Salate, Gemüse und Früchte. Diese sind meistens aus dem Kunststoff Polypropylen (PP) oder aus einem Gemisch von Aluminium und Kunststoff hergestellt. Becher für Getränke, Glacé, Yoghurt u.a.m. sind zumeist aus Polystyrol (PS) hergestellt und gehören in Zukunft ebenfalls in den Hauskehricht. Ebenfalls müssen Flaschen für Essig, Öl und Salatsaucen mit dem Hauskehricht entsorgt werden. Obwohl diese Flaschen meistens aus PET hergestellt sind, gehören  sie nicht in die PET-Getränkeflaschensammlung. Generell gehören Flaschen, die beim Zerdrücken knistern in den Hauskehricht. Die gleichen Regeln gelten ab Neujahr auch für den Ökibus.

Dank an die Stadt Zug

Die Stadt Zug hat sich in den vergangenen rund 15 Jahren stark für die Verwertung von Kunststoffabfällen aus Haushalten eingesetzt.  Die Stadt Zug gehört damit zu den Pionieren in der Kunststoffverwertung. Dank dem personellen und finanziellen Engagement der Stadt Zug und eigenen Untersuchungen zum Kunststoff konnte der ZEBA eigene praxiserprobte  Erfahrungen und Kompetenzen für eine zukunftsorientierte Kunststoffverwertung gewinnen.

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