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Maschwander Allmend

Moorlandschaft Karte
Unterhuenenberg, Ruessweiden, Maschwander Allmendweg
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Moorlandschaft
«Maschwander Allmend»

Die Moorlandschaft Maschwander Allmend nimmt die flache Talaue zwischen Reuss und Lorze ein. Die gut erhaltenen Riedflächen, die auf den Flussablagerungen entstanden sind, beeindrucken durch ihre Weite. Mit einer Ausdehnung von über hundert Hektaren sind sie für das ganze Mittelland einzigartig. Vor allem im Rüssspitz bilden die Flachmoore ungewöhnlich grosse zusammenhängende Flächen, die von zahlreichen Feld- und Ufergehölzen durchsetzt sind. Das Muster der Flachmoorgesellschaften ist vielfältig, kommen doch fünf der sechs möglichen Riedtypen hier vor. Die Schilfröhrichte und Hochstaudenrieder entlang der Wasserläufe, die seltenen Pfeifengraswiesen, Klein- und Grosseggenrieder bilden ein vielfältiges Mosaik. Im Rüssspitz und in der Maschwander Allmend ist der Streueschnitt heute noch die vorherrschende Nutzung.

Eine weitere Besonderheit dieser Moorlandschaft sind die zahlreichen Elemente der Flussaue wie schmale Wassergräben mit Ufergebüsch, Giessen und Auenwaldstreifen, die mit den Mooren abwechseln und mit diesen zusammen wertvolle Lebensräume bilden. Im Norden des Rüssspitz sind Reste von Auenwald vorhanden, die nationale Bedeutung haben. Durch die bestockten Giessen, welche sich als gewundene Bachläufe nach Süden in das intensiver genutzte Landwirtschaftsgebiet fortsetzen, ist die frühere Struktur der gesamten Ebene noch weitgehend erhalten geblieben. Die Kombination von Ried- und Auenelementen trägt zur besonderen Bedeutung der Maschwander Allmend bei. Die Lorze durchfliesst die Moorlandschaft in ihrem naturnahen Lauf.

Die Maschwander Allmend ist ein bedeutendes Brutgebiet verschiedener Sumpfvögel, Vogelarten offener extensiver Riedflächen und ein besonders wertvoller Rastplatz für Limikolen. Es wurden mindestens 7 Vogelarten der Roten Liste nachgewiesen, die für ihr Überleben auf Moorlandschaften angewiesen sind.

Zwischen den Streuewiesen finden sich wertvolle Elemente der traditionellen Kulturlandschaft wie Wiesenbäche und Wassergräben, Feldgehölze und prächtige Kopfweiden, welche die Biotopvielfalt der Moorlandschaft erhöhen. Viele Baumreihen entlang der Wege und Kanäle strukturieren das flache, weite Land. Am Nordostrand befinden sich am Terrassenhang eine wertvolle Halbtrockenwiese, ein für das Gebiet seltener Biotoptyp, sowie landschaftlich und biologisch wertvolle Hochstamm-Obstgärten. In einer für Moorlandschaften typischen Weise sind in der vermoorten Ebene keine Siedlungen entstanden.

Die Flächen mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung nehmen innerhalb der Moorlandschaft gegen Süden zu: Im Rüssspitz überdecken die Flachmoore nahezu die ganze Fläche zwischen Reuss und Lorze; in der Maschwander Allmend und östlich der Lorze verzahnen sich Äcker, Wiesen und Flachmoore. In der Ebene südlich der Strasse herrscht Acker- und Gemüsebau vor. Die Maschwander Allmend ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Beschrieb aus dem Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung. Der Schweizerische Bundesrat, 1996
 

Smaragdgebiet
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Smaragd-Gebiete

Die Natur macht an der Grenze nicht halt. Die Schweiz hat sich als Vertragsstaat der Berner Konvention verpflichtet, die europäisch besonders wertvollen Lebensräume zu schützen. Europaweit werden diese Gebiete im Smaragd-Netzwerk zusammengefasst.

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