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Wilde Nachbarn

Haben Sie im Garten einen Igel entdeckt?

Projekt Wilde Nachbarn Zug

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An der Projektträgerschaft «Wilde Nachbarn Zug» beteiligen sich der WWF Zug, Pro Natura Zug, der Zuger Vogelschutz, der Verein Lebensraum Landschaft Cham, der Kanton Zug sowie alle Zuger Gemeinden. Namentlich sind dies: Baar, Cham, Hünenberg, Menzingen, Neuheim, Oberägeri, Unterägeri, Risch, Steinhausen, Walchwil und die Stadt Zug.

Kontakt und weitere Informationen zum Projekt: Katja Rauchenstein, zug@wildenachbarn.ch, zug.wildenachbarn.ch

Lebendige Nacht: Fledermäuse rund ums Haus

Die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) verbringt vor allem den Herbst und Winter in der Schweiz. Die Jungenaufzucht findet in Nord- und Osteuropa statt. © Evgeniy Yakhontov / WikiCommons
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Die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) verbringt vor allem den Herbst und Winter in der Schweiz. Die Jungenaufzucht findet in Nord- und Osteuropa statt. © Evgeniy Yakhontov / WikiCommons

Fledermäuse machen rund ein Drittel aller einheimischen Säugetierarten aus – dennoch werden sie von der Bevölkerung kaum wahrgenommen. Mit dem Projekt «Lebendige Nacht: Fledermäuse rund ums Haus» untersucht das Projekt «Wilde Nachbarn Zug» gemeinsam mit Freiwilligen, welche Fledermausarten im Siedlungsraum des Kantons Zug vorkommen. In der Schweiz sind 30 Fledermausarten heimisch, von denen viele auch in Siedlungsgebieten leben. Gleichzeitig sind Fledermäuse stark bedroht: Mehr als die Hälfte der Arten steht auf der Roten Liste. Zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren zählen Lichtverschmutzung, Lebensraumverlust sowie der Rückgang von Insekten als Nahrungsquelle. Gerade im Siedlungsraum spielt künstliches Licht eine zentrale Rolle und beeinflusst, welche nachtaktiven Tiere sich noch wohlfühlen.

Erforschung der Fledermäuse und andere nachtaktive Wildtiere

Da Fledermäuse nachtaktiv sind und im Flug nur schwer bestimmt werden können, setzt das Projekt auf bioakustische Methoden. Im Sommer 2026 führen Freiwillige in Gärten, auf dem Balkon oder in Grünräumen rund ums Haus während einer Nacht Ultraschallaufnahmen durch. Diese ermöglichen es, Fledermausarten zu bestimmen und ihre Lebensraumansprüche besser zu verstehen.

Neben Fledermäusen leben viele weitere nachtaktive Wildtiere unbemerkt im Siedlungsraum – etwa Fuchs, Dachs, Igel, Feuersalamander oder Glühwürmchen. Während einer einstündigen Beobachtung im Garten, in einem Park oder bei einem Nachtspaziergang durchs Quartier sollen Teilnehmende die Nacht aus Sicht der Wildtiere wahrnehmen.  Wie viel wird beleuchtet?  Und gibt es noch dunkle Rückzugsorte?

Beobachtete Wildtiere können unter zug.wildenachbarn.ch/melden gemeldet werden. “Jede Beobachtungsmeldung hilft, mehr über die Nachtfauna des Kantons Zug herauszufinden. Wir freuen uns deshalb über jede Meldung.”, erklärt Julia Felber von Wilde Nachbarn.  Eine Informationsbroschüre zur Nachtökologie und Lichtverschmutzung zeigt Hintergründe auf und gibt konkrete Tipps für einen tierfreundlicheren Umgang mit Licht.

Informationsanlass im April 2026

Am Mittwoch, 29. April 2026, findet in Zug ein Informationsabend statt. Dort erfahren Interessierte, wie sie mitmachen können, und erhalten Einblicke in die faszinierende Welt der Fledermäuse und anderer Nachtlebewesen.

Weitere Informationen und Anmeldung: zug.wildenachbarn.ch/LebendigeNacht2026_WNZG

Mit dem Projekt möchte Wilde Nachbarn Zug die Bevölkerung für Fledermäuse und andere nachtaktive Wildtiere begeistern und gemeinsam Grundlagen für konkrete Fördermassnahmen – insbesondere zur Reduktion von Lichtverschmutzung – erarbeiten.

Die Natur im Siedlungsgebiet

Die Natur im Siedlungsgebiet ist erstaunlich vielfältig. Sich im Siedlungsraum zurechtzufinden, ist jedoch eine grosse Herausforderung für kleine Wildtiere. Mauern und Zäune ohne Lücken, steile Treppen und Absätze bilden Hindernisse und erschweren Igel, Eichhörnchen & Co. vielfach den Zugang zu gutem Lebensraum. Kleine Massnahmen haben oft einen grossen Effekt. Und ein vielfältig gestalteter Aussenraum ist letztlich ein Gewinn für Mensch und Natur. Die beiliegende Broschüre, entstanden im Rahmen des Projektes Wilde Nachbarn Zug, zeigt Ihnen auf, mit welchen Massnahmen einzelne Tiere und deren Vernetzung auch bei grösseren Liegenschaften gefördert werden können.

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Mut zur Lücke: eine kleine Lücke im Zaun ermöglicht den Zutritt für kleine Wildtiere wie Igel. © wildenachbarn.ch
Fabio Bontadina / swild.ch
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Für kleine Fussgänger, wie der Igel einer ist, können bereits Absätze, Mauern und Stufen ab ca. 30 cm zum Hindernis werden. © Fabio Bontadina / swild.ch

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