06.03.2024, Medienmitteilung

Vernissage Denkmal Journal Nr. 3 Von Denkmälern und ihren Umbau-Geschichten

Wohnen im Hühnerstall, arbeiten in der Belle Epoque-Trinkhalle oder einkaufen, wo früher Dampfbäder für Kurgäste aufbereitet wurden: Das neue «Denkmal Journal» zeigt die Vielfalt von Baudenkmälern aus zwei Jahrhunderten im Kanton Zug – und wie sie dank der Initiative und dem Engagement von Eigentümerschaften und Fachleuten heute neu genutzt werden können. Im Gespräch mit Karin Artho, Leiterin des Amts für Denkmalpflege und Archäologie, berichten an der Vernissage des Journals Beteiligte über ihre Beweggründe und ihre Erfahrungen beim Umbau. Der Anlass ist öffentlich und findet am 20. März um 18 Uhr im Kalandersaal der ehemaligen Papierfabrik Cham statt.

Die dritte Ausgabe lässt, wie bereits die ersten beiden Nummern, Bauherrschaften, Mieter, Architekten, Handwerker sowie Mitarbeitende des Amts für Denkmalpflege und Archäologie zu Wort kommen. In informative und unterhaltsame Texte verpackt und mit aktuellem und historischem Bildmaterial illustriert, richten sich die Denkmal-Reportagen an interessierte Laien wie auch an Fachleute. Sie sensibilisieren für den Wert von Denkmälern, lassen verborgene Qualitäten von historischen Gebäuden entdecken und regen vielleicht sogar zu eigenen Umbau-Ideen an.

Das neue «Denkmal Journal» präsentiert sechs aktuelle Sanierungsprojekte, die mit Sorgfalt, Sachverstand und Herzblut für das Heute und die Zukunft fit gemacht wurden. Ob in einer unkonventionellen Loftwohnung mit industrieller Vergangenheit, in einem heimeligen Blockbau aus dem 18. Jahrhundert oder gar in einem ehemaligen Hühnerstall: Wohnen in historischen Gemäuern ist etwas Besonderes. Die Beispiele zeigen, dass Lifestyle, moderne Wohnbedürfnisse und historische Gemäuer sich nicht ausschliessen. Unter den präsentierten Baudenkmälern ist auch eine Beton-Beauty aus dem Jahr 1970, eine Kirche wie eine Skulptur. Mit ihrer Schönheit vermag sie vielleicht eine Lanze für die Architektur der Nachkriegszeit zu brechen.

Im Gespräch mit Eigentümerschaften und Fachleuten

Der Erhalt und die Pflege von historisch wertvollen Bauten ist eine anspruchsvolle und langfristige Aufgabe. «Unglaublich viel gesammelte Denkarbeit steckt in solchen Gebäuden», sagt Karin Artho, Leiterin des Amts für Denkmalpflege und Archäologie. «Traditionelles Handwerk ist gefragt, und die Zusammenarbeit mit auf Altbauten spezialisierten Profis ist zentral.» An der Heft-Vernissage spricht sie mit Beteiligten über deren Erfahrungen beim Umbau des Baudenkmals, und darüber, was diese beim Projekt motivierte, bewegte und vielleicht auch überraschte.

Öffentliche Vernissage

Mittwoch, 20. März 2024, 18 Uhr

Programm

Grusswort Andreas Hostettler, Statthalter, Direktor des Innern

Denkmal Journal in Wort und Bild Karin Artho, Leiterin Amt für Denkmalpflege und Archäologie, im Gespräch mit Thomas Aebischer, CEO Cham Group / Ruedi Hotz, eidg. dipl. Bauleiter, Inhaber Hotz AG, Zug / Josef Hürlimann, Architekt HTL, Hürlimann Beck Architekten AG, Walchwil / Urban Keiser, dipl. Zimmermeister, Mitinhaber Xaver Keiser Zimmerei Zug AG / Anke Köth, Leiterin Abteilung Baubegleitung Denkmalpflege / Nadja Zürcher, Mieterin, Vertreterin Eigentümerschaft, Büessikon / Baar

Apéro und Austausch

Anmeldung erwünscht bis 17. März via anmeldung.ada@zg.ch

Über das Amt für Denkmalpflege und Archäologie

Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie ist verantwortlich für Erhalt, Pflege, Erforschung und Dokumentation des archäologischen und bauhistorischen Erbes des Kantons Zug. www.zug.ch/ada

Bildauswahl und Copyright

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Bild 1: In die ehemalige Papierfabrik Cham ist wieder Leben eingezogen. Bei der Sanierung der Aussenhülle haben die Architekten bewusst nur zurückhaltend restauriert – der Charakter des Industriebaus sollte an den Fassaden sichtbar bleiben. Foto Regine Giesecke

Bild 1: In die ehemalige Papierfabrik Cham ist wieder Leben eingezogen. Bei der Sanierung der Aussenhülle haben die Architekten bewusst nur zurückhaltend restauriert – der Charakter des Industriebaus sollte an den Fassaden sichtbar bleiben. Foto Regine Giesecke

Bild 2: Von aussen wie eine Skulptur aus Beton, überrascht die Reformierte Kirche Rotkreuz im Innern mit einem grosszügigen, mit warmen Farben und Materialien ausgestatteten Innenraum. Foto Regine Giesecke

Bild 2: Von aussen wie eine Skulptur aus Beton, überrascht die Reformierte Kirche Rotkreuz im Innern mit einem grosszügigen, mit warmen Farben und Materialien ausgestatteten Innenraum. Foto Regine Giesecke

Bild 3: Kleinod am Waldrand: Das ehemalige Werkstattgebäude der Wasserheilanstalt Schönbrunn in Edlibach hat mit dem Gemüseladen der Zuwebe eine ideale Nutzung erhalten. Foto Regine Giesecke

Bild 3: Kleinod am Waldrand: Das ehemalige Werkstattgebäude der Wasserheilanstalt Schönbrunn in Edlibach hat mit dem Gemüseladen der Stiftung Zuwebe eine ideale Nutzung erhalten. Foto Regine Giesecke

Bild 4: Im idyllischen Weiler Büessikon wurde ein ehemaliger Hühnerstall zu Wohnraum umgenutzt. «Auf kleinem Raum zu wohnen, hat handfeste Vorteile», findet die Mieterin und Schwester des Eigentümers. Foto Regine Giesecke

Bild 4: Im idyllischen Weiler Büessikon wurde ein ehemaliger Hühnerstall zu Wohnraum umgenutzt. «Auf kleinem Raum zu wohnen, hat handfeste Vorteile», findet die Mieterin und Schwester des Eigentümers. Foto Regine Giesecke

Bild 5: Das über 200-jährige Haus der Familie Schwendeler ist ein Blickpunkt im Dorfzentrum Walchwil. Auch das Innere birgt eine reichhaltige Ausstattung, die nun sorgfältig saniert wurde. Foto Regine Giesecke

Bild 5: Das über 200-jährige Haus der Familie Schwendeler ist ein Blickpunkt im Dorfzentrum Walchwil. Auch das Innere birgt eine reichhaltige Ausstattung, die nun sorgfältig saniert wurde. Foto Regine Giesecke

Bild 6: Die Sanierung der Trinkhalle des Instituts Montana auf dem Zugerberg bot für die Zimmerleute besondere Herausforderungen. Stück für Stück wurde sie auseinandergenommen, restauriert und wieder zusammengebaut. Dabei wurden morsche Stücke originalgetreu rekonstruiert. Foto Jakob Windlin

Bild 6: Die Sanierung der Trinkhalle des Instituts Montana auf dem Zugerberg bot für die Zimmerleute besondere Herausforderungen. Stück für Stück wurde sie auseinandergenommen, restauriert und wieder zusammengebaut. Dabei wurden morsche Stücke originalgetreu rekonstruiert. Foto Jakob Windlin

Kontakt

Karin Artho

Leiterin Amt für Denkmalpflege und Archäologie
Direktion des Innern

+41 41 594 11 12 karin.artho@zg.ch