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UNESCO-assoziierte Schule

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«Man sollte die Welt so nehmen, wie sie ist, aber nicht so lassen.»
Ignazio Silone

Seit dem 4. Februar 2011 ist die KSM Mitglied des internationalen Netzwerks der UNESCO-assoziierten Schulen, das 1953 ins Leben gerufen wurde und dem heute zehntausend Bildungsstätten in 181 Ländern angehören. Die Mitgliedschaft beim «Associated Schools Project» verpflichtet dazu, aktiv an der Verwirklichung der globalen Bildungsziele für das 21. Jahrhundert mitzuarbeiten: lernen zu wissen, lernen zu handeln, lernen zu sein, lernen zusammenzuleben. Die folgenden Statements widerspiegeln das UNESCO-Engagement der KSM aus verschiedenen Perspektiven. Bettina Hoppe, Projektleiterin UNESCO-Team KSM, geht auf die enge Verknüpfung der KSM-Leitideen mit den Zielsetzungen der UNESCO ein. Unter der Rubrik «Aktionen des UNESCO-Teams» werden humanitäre Aktionen von Schülerinnen und Schülern der KSM vorgestellt. Wie auch unsere Jüngsten schon mit dem Gedankengut der UNESCO vertraut gemacht werden, zeigt Roland Mühlemann, Prorektor KSM, am Beispiel der UNESCO-Woche in den 1. Klassen des Untergymnasiums auf.

Menschsein durch das Streben nach Wissen und Bildung

Die UNESCO stellt eine Sonderorganisation der UNO dar, der 195 Mitgliedstaaten und acht assoziierte Mitglieder angehören – die Schweiz ist seit 1949 Mitglied. Mit einer ständigen Delegation am Sitz der Organisation in Paris spielt sie eine aktive Rolle in der UNESCO. Zudem gehört sie verschiedenen zwischenstaatlichen Ausschüssen an.

Dabei stützt sich die UNESCO auf die Grundsätze der Universalität, der Diversität , der Würde, der Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz, Teilhabe, Fairness, Achtung der Menschenrechte, Rechte der Frauen, der kulturellen Vielfalt, des Pluralismus und der demokratischen Prinzipien – all jener Prinzipien also, die nicht nur den Leitideen unserer KSM zugrunde liegen, sondern ebenso unseren Lehrplänen. Nur folgerichtig bewarben wir uns bei der UNESCO für eine Assoziierung, der an unserem Balancetag 2011 stattgegeben wurde.

Wie wird man so hehren Zielen wie «Frieden, internationale Verständigung, Einhaltung der Menschenrechte, Zugang zum Wissen für alle, nachhaltige Entwicklung» am ehesten gerecht? – Indem man dafür sorgt, dass diese Ziele zu einer inneren Haltung werden, dass humanistische Werte gelebt und weitergegeben werden. Das geht nicht von heute auf morgen. Deshalb ist die Mitarbeit im Netzwerk der UNESCO-Schulen als langfristiges Engagement angelegt. Die gesamte Schulgemeinschaft ist aufgerufen, kontinuierlich die Anliegen der UNESCO in alle Bereiche des Schulalltags einfliessen zu lassen. Eine institutionelle Verpflichtung, die auf fruchtbaren Boden stösst. Denn viele UNESCO-Ziele sind bereits fest in den pädagogischen Leitideen der KSM verankert. Ausgehend von den vier Leitbegriffen Bildungsqualität, Offenheit, Teamfähigkeit und Verantwortung als gemeinsame Werte werden die sozialen, ökologischen und interkulturellen Kompetenzen aller an der Schule Beteiligten gefördert. Die zahlreichen thematischen Projekttage und Studienwochen sowie die kulturellen Aktivitäten sind Ausdruck und Zeugnis der humanistischen Schulkultur an der Kantonsschule Menzingen.

Die Aufnahme der Zusammenarbeit mit der Partnerschule «Veda Vyasa D.A.V. Public School» in Indien bildete 2012 den ersten Meilenstein auf dem Weg der KSM als aktives Mitglied im UNESCO-Netzwerk. Der erste Kontakt mit der Partnerschule fand in Form einer Videokonferenz statt, in welcher sich die Schulleitungen, die UNESCO-Projektleiterinnen und einige Schülerinnen und Schüler gegenseitig vorstellten und sich über Formen der Kooperation austauschten. Im Mittelpunkt stand die Planung gemeinsamer Unterrichtsprojekte, in welchen sich die Schülerinnen und Schüler beider Schulen per E-Mail auf Englisch über bestimmte Bereiche ihres kulturellen Hintergrunds austauschten. Mit dieser interkulturellen Partnerschaft eröffnen sich dem Bildungshorizont unserer Schülerinnen und Schüler neue Dimensionen, aus denen beispielweise eine Beteiligung an internationalen Unterrichtsprojekten, Schüler- und Klassenaustauschprogramme oder Fremdsprachenaufenthalte hervorgehen können. Auch das 2016 initiierte Projekt «Swiss-Indian Classroom» basiert auf dem Bestreben der KSM, sich im Sinne der Leitideen global zu vernetzen – nicht nur auf dem World Wide Web, sondern vor Ort in Menzingen und Ghaziabad.

Eine humanistische Geisteshaltung bedarf aber nicht immer gewichtiger Gesten. Auch im Kleinen wächst, was grosse Wirkung zeitigt. Am Spendentag für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen, dem 18. November 2013, organisierte das UNESCO-Team gemeinsam mit der Schülerschaft, den Lehrpersonen und Mitarbeitenden der KSM einen «Weihnachtskugel-Verkauf», der positives Echo fand. Seit einigen Jahren finden regelmässig Aktionen des Projektteams statt, zum Beispiel am «Tag der Menschenrechte» oder am internationalen «Tag für Toleranz», mit dem die UNESCO an jene Regeln, die ein menschenwürdiges Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen und Religionen auf unserem Planeten ermöglichen, erinnert. Angesichts der zahlreichen bedürftigen Flüchtlinge, die im laufenden Jahr auch in der Nähe von Menzingen untergebracht worden sind, haben die UNESCO-Teammitglieder spontan zu einer Winterkleider- und Spielzeugsammlung aufgerufen. Mit grossem Erfolg.

Bettina Hoppe, Deutsch- und Lateinlehrerin, Projektleiterin UNESCO-Team KSM

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