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Ausgezeichnete Arbeit geleistet

14.06.2018
Beitrag in der Zuger Zeitung vom 14. Juni 2018 über Prämierung der besten Maturaarbeiten der Kantonsschule Zug.
Bild Legende:
Prämierte Maturanden: Fabian Roshardt (links) und Balz auf der Maur.

Die besten Maturaarbeiten der Kantonsschule des aktuellen Jahres sind prämiert worden. Gewonnen hat eine Arbeit zu bedrohten Pflanzen und ein Dokumentarfilm mit dem Titel «Der Draht zum Tal».

Der Röthlisberger- und der VEK-Preis, der Preis der ehemaligen Kantonsschülerinnen und -schüler, sind privat dotierte Auszeichnungen. Daran sei erinnert in Zeiten, in denen auch in der Bildung gespart wird. Jürg Röthlisberger, ein ehemaliger Biologielehrer der Kantonsschule Zug, hat den Preis ins Leben gerufen. Seit Jahren zeichnet der mit tausend Franken dotierte Preis die besten Maturaarbeiten im Bereich Naturwissenschaften aus. Gleich hoch dotiert ist der VEK-Preis. Er zeichnet die besten künstlerischen, kreativen und organisatorischen Arbeiten aus.

Dieses Jahr hat es Fabian Roshardt auf den ersten Platz geschafft. Er erhält den Röthlisberger-Preis für seine englischsprachige Maturaarbeit im Fach Biologie. In «Extinction and decrease of plant species in Switzerland», zu Deutsch «Aussterben und Verringerung von Pflanzenarten in der Schweiz», untersucht er, welche Faktoren zum Aussterben beziehungsweise zur Bedrohung der Biodiversität führen.

Pflanzen in vier Terrarien verändert
Unter Anleitung seines Betreuers Reto Lehmann hat der Schüler die Bedingungen für die Pflanzen in vier separaten Terrarien verändert und die Auswirkungen untersucht. Terrarium eins war die Kontrollgruppe, dort wurde nichts verändert. Im Terrarium zwei wurde die Temperatur erhöht. Im dritten Terrarium kamen Düngermittel zum Einsatz, im dritten Giftstoffe, wie sie unter anderem in der Landwirtschaft verwendet werden. Die saubere Arbeitsweise und die exakte Versuchsanlage führten zu klaren, belastbaren Daten. Ausgezeichnet wurde die Arbeit nicht zuletzt deshalb, weil sie einen Forschungsbeitrag leistet, zu drängenden Fragen unserer Gegenwart: Klimaerwärmung, Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden, Umwelt- und Artenschutz. Auf den zweiten Platz hat es Aisha Thürings Arbeit geschafft. Sie untersuchte das Leben und Arbeiten in einem Kinderspital in Bethlehem, mitten im israelisch-palästinensischen Konflikt. Auf dem dritten Platz steht die Arbeit von Santiago Marin Martinez: «Das Pferdebein. Eine Arbeit über das Sezieren, Präparieren und Modellieren».

Menschen im urnerischen Kinzig
Mit dem VEK-Preis, dem Preis der ehemaligen Kantonschülerinnen und -schüler, wurde auf dem ersten Platz der bemerkenswerte Dokumentarfilm «Der Draht zum Tal» ausgezeichnet. Balz auf der Maur filmte das Leben von Menschen im urnerischen Kinzig, deren einzige Verbindung zum Schächental eine Luftseilbahn ist. Betreut wurde der Schüler vom Geschichtslehrer Alex Brogli. Schlicht «grossartig» sei diese Arbeit, befand die Jury: sowohl die Dramaturgie des Films als auch die Arbeitsweise, die ohne jegliche Effekthascherei auskommt. Zweitplatziert ist die Arbeit von Lukas Ammann: «Die Spinnerei an der Lorze». Auf dem dritten Platz steht Luca Nadig mit seiner Arbeit über Zuger Familien, welche Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Laudator Jürg Röthlisberger betonte: «Die prämierten Schülerinnen und Schüler sind mit ihrem Einsatz weit über das hinausgegangen, was man im Rahmen einer Maturaarbeit erwarten kann.» Von diesen vielversprechenden jungen Leuten wird man noch hören.

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