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Die englische Sprache begegnet uns überall im Alltag

14.06.2017
«#Jugend_denkt»-Beitrag von Laurin Koller in der Zuger Presse vom 14. Juni 2017
Laurin Koller macht sich Gedanken zu Anglizismen
Bild Legende:
Laurin Koller

Kürzlich beschwerte sich meine Mutter am Esstisch über ein Problem unserer heutigen Gesellschaft. «Immer das Englisch! Grad hüt hend es paar vor mier i de Schlange im Coop Englisch mit de Kassiererin gredet! Als ob's selbstverständlich wär,  dass jede Englisch chönnt!»

Tatsächlich, Englisch begegnet uns überall im Alltag und gehört in unsere Sprache. Es ist kein Geheimnis, dass gerade bei uns in Zug viele Englischsprachige wohnen, was auf die zahlreichen internationalen Firmen in Zug zurückgeführt werden kann.

Das ist aber nicht der Hauptgrund für den Vormarsch des Englischen: Vor allem die Jugend bereichert die deutsche Sprache mit immer mehr englischen Begriffen, sogenannten Anglizismen. «Ja nei, ich ha d'Husi vergesse.» Wo jetzt in einem erzieherisch wertvollen Buch womöglich die sicherlich elegante, wenn auch geschwollene Antwort eines Mitschülers «Schwamm drüber! » kommen würde, spreche ich aus Erfahrung, wenn ich sage, dass «Fuck it!» wohl authentischer wäre.

Ist das nun aber ein Problem? Wohl kaum. Ist es nicht etwas Gutes, wenn man ohne Hemmschwelle ins Englische wechseln kann und so in dieser Sprache ebenso zu Hause ist wie in der Muttersprache? Würden Schüler anfangen, teilweise  Französisch zu sprechen, man würde sie wahrscheinlich sogar loben. Durch den alltäglichen Gebrauch des Englischen wird  es auch als eine Weltsprache gefördert, was wiederum gut ist, um sich mit Leuten aus anderen Ländern zu unterhalten. Und es ist ja nicht so, dass man das Deutsch durch den häufigen Gebrauch des Englischen verlernen würde.

«Schuld» an dieser Entwicklung sind meiner Meinung nach das Internet und die Filmindustrie. Wenn man in einem Videospiel mit jemandem kommuniziert, tut man das in der Regel auf Englisch. Und viele Leute schauen Filme in der Originalsprache, und die ist nun mal meist Englisch. Mich stört dieser grenzüberschreitende Gebrauch des Englischen kaum, besonders dann nicht, wenn sich bestimmte Wörter aus dem Englischen in der deutschen Sprache so richtig eingenistet haben, dass sie schon gar nicht mehr daraus wegzudenken sind.

Verstehen Sie: «Sorry, ich muss noch zu einem Meeting mit dem Management.» Ja? Cool, Sie sprechen Denglisch!

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