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Studenten buhlen um Kollegen

01.03.2018
Beitrag in der Zuger Zeitung vom 1. März 2018: Die Eidgenössische Technische Hochschule präsentiert an der Kantonsschule Zug einen Querschnitt ihrer Studienmöglichkeiten. Die Schüler sind nicht die Einzigen, die sich darüber freuen.
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Die Eidgenössische Technische Hochschule präsentiert an der Kantonsschule Zug einen Querschnitt ihrer Studienmöglichkeiten. Die Schüler sind nicht die Einzigen, die sich darüber freuen.

Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), die Hochschule, die in internationalen Rankings immer mal wieder zu den ganz Grossen zählt, sucht an der Kantonsschule Zug nach neuen Studenten und Nachwuchs. Franziska Eucken-Bütler, Rektorin der Oberstufe an der Kantonsschule Zug, erklärt: «Es ist auch für die ETH wichtig, junge Studierende aus der Schweiz zu bekommen. Gerade für die Bachelorstudiengänge. Studierende aus dem Ausland besuchen nämlich häufig Fächer im Master- oder Doktorats-Bereich.»

Der ganze Tag steht am vergangenen Dienstag an der Kantonsschule im Zeichen der ETH. Es gibt zahlreiche Vorträge zu Forschungsgebieten der ETH, mehrere Informationsstände zu den Studiengängen, und zu Beginn des Anlasses berichten Studenten der ETH aus ihrem Alltag. «Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es für Schüler sehr interessant ist, wenn sie mit Studierenden direkt reden können», sagt Franziska Eucken-Bütler.

Riesige Computer und winzige Teilchen

An diesem Informationstag zeigt sich: Jedes Fach ist interessant, gibt man ihm nur die Chance dazu. So wirkt ein Vortrag über Molekulardynamik auf den ersten Blick eher zäh und kompliziert. Doch die Dozentin erklärt anschaulich, wie sie mit Hilfe von riesigen Computern winzige Bewegungen von Molekülen simulieren kann und wie sie auf diese Weise atomare Bewegungen nachvollzieht, die in einem Experiment wohl untergehen würden. Als sie die Runde für Fragen öffnet, meldet sich als erstes gleich ein Lehrer. Er fragt begeistert, was denn das grösste Molekül sei, dass sie je berechnet habe?

Neben Vorträgen zeigen die Informationsstände im Foyer der Kantonsschule die ganze Palette an Studiengängen: Vom Biologie-Stand, an dem gezeigt wird, wie sich Stärke in Lebensmitteln einfärben lässt, bis zu Agrarwissenschaften, bei denen man einen virtuellen Flug zu einer der ETH-Messstationen im Bündnerland unternehmen kann, ist alles dabei. «Viele sagen, sie hätten noch nie von diesem Studiengang gehört», erzählt der Agrarwissenschaftsstudent, der den Stand betreut. Dabei würden doch so viele davon reden, dass sie gerne etwas mit Tieren und Natur studieren wollten: «Agrarwissenschaften ist genau das.»

Studienrichtungen zu vermitteln, ist oft schwierig

Allerdings haben es nicht alle Studienrichtungen gleich einfach, Nachwuchs zu gewinnen. Majorie Cruz studiert Informatik an der ETH und erklärt das Problem: «Bei mir bestand Informatik am Gymnasium nur daraus, das Programm ‹Power-Point› richtig anzuwenden. Mit diesem Bild im Kopf will natürlich niemand Informatik studieren.» Dabei sei Informatik so viel mehr. Die Schüler würden sehr positiv reagieren, wenn sie den Stand besuchten, sagt Cruz. Dass man eine Vorstellung vom Unterricht habe, spiele dabei eine wichtige Rolle. Während beispielsweise vielen nicht so klar ist, was man als Informatik­student tue, habe jeder eine Vorstellung davon, wie es ist, Medizin zu studieren.

An den Informationsständen im Foyer drängen sich mittlerweile die Schüler. Und während der Pause gehen viele zwischen den Ständen hin und her und lassen sich die Fächer näher bringen. Eine Gruppe von Mädchen scheint noch hin- und hergerissen zwischen all den Angeboten. «Architektur klingt ziemlich spannend, wir waren auch schon an den Informationstagen an der ETH selbst.» Aber so ganz sicher, ob nun Architektur an der ETH oder vielleicht doch lieber etwas an der Universität, sind sie sich alle noch nicht.

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«Es ist für die Schüler sehr interessant, wenn sie mit den Studierenden selbst reden können.»

Franziska Eucken-Bütler
Rektorin der Oberstufe an der Kantonsschule in Zug

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