Navigieren auf Fachstelle für Statistik

Inhaltsnavigation auf dieser Seite

Navigation

Sozialhilfe

Daten aus der Sozialhilfestatistik

Die Sozialhilfestatistik

Bild Soziale Sicherheit
Bild Legende:

Die Schweizerische Sozialhilfestatistik des Bundesamts für Statistik hat zum Ziel, gesamtschweizerische, kantonal und regional vergleichbare Informationen zur Sozialhilfe zu liefern. Diese Informationen bilden eine wichtige Grundlage für die Sozialpolitik des Bundes und der Kantone.

Vergleichsweise tiefe Sozialhilfequote

Gesamtschweizerisch ging die Sozialhilfequote erstmals seit 2008 leicht zurück. Im Kanton Zug blieb die Quote im siebten Jahr in Folge bei 1.7 Prozent. Dies entspricht einer Un-terstützung von 2092 Personen durch die wirtschaftliche Sozialhilfe. Die Quote liegt damit unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 3.3 Prozent, aber auch unter dem Zentralschweizer Durchschnitt von 2.0 Prozent.

Abgeschlossene Fälle der Sozialhilfe

Etwas weniger als die Hälfte der Fälle ist nach einem Jahr wieder abgeschlossen. Die Sozialhilfe dient demnach in erster Linie immer noch als Überbrückungshilfe. Trotzdem wurde erneut bestätigt, dass Personen immer länger auf Sozialhilfe angewiesen sind. So hat sich die mittlere Bezugsdauer 2018 wie schon 2017 bei 12 Monaten eingependelt und ist erneut höher als in den Vorjahren. Je länger eine Person Sozialhilfe bezieht, desto geringer werden die Chancen zur Ablösung. Wer während mindestens 36 Monaten ununterbrochen Sozialhilfe bezieht, wird als langzeitbeziehend bezeichnet. Die Langzeitbeziehenden machen einen Anteil von 33.9 Prozent am Bestand in der Sozialhilfe aus. Von einem Dauerbezug von Sozialhilfe wird bei einem Bezug von mehr als 5 Jahren gesprochen.

Bei den 2018 abgeschlossenen Fälle gingen 40.6 Prozent auf eine verbesserte Erwerbssituation zurück. Bei 28 Prozent der abgeschlossenen Fällen wurde die Sozialhilfe durch eine andere Sozialleistung abgelöst (z.B. IV-Rente). Fallabschlüsse aufgrund der Beendigung der Zuständigkeit (z.B. Wegzug) machen einen Anteil von 27.1 Prozent aus.

Mangelnde Bildung als Armutsrisiko

Der Unterschied im Bildungsniveau zwischen der Schweizer und der ausländischen Bevölkerung ist aufgrund des hohen Anteils an hochqualifizierten Zuwanderinnen und Zuwandern im Kanton Zug schwächer ausgeprägt als in anderen Kantonen. Ein tiefes Bildungsniveau erhöht aber auch im Kanton Zug das Sozialhilferisiko beträchtlich und ist auch Hauptgrund für die höhere Sozialhilfequote der ausländischen Zuger Wohnbevölkerung (3.4%) im Vergleich zu derjenigen der Schweizer Kantonsbevölkerung (1%).

41.3 Prozent der sozialhilfebeziehenden Personen zwischen 25-64 Jahren haben keine nachobligatorische Ausbildung, obwohl der Anteil der Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss in der Gesamtbevölkerung im selben Alter nur 11% beträgt. Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss sind also in der Sozialhilfe deutlich übervertreten .

Erwerbssituation von Sozialhilfeempfangenden

37.8 Prozent aller sozialhilfebeziehenden Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) gingen im Kanton Zug 2018 einer Erwerbstätigkeit nach. Damit ist diese Quote wie schon 2017 höher als im Vorjahr (32.6%). Weitere 31.5 Prozent sind erwerbslos, sind also auf Stellensuche oder in einem Beschäftigungs-/Integrationsprogramm. Die restlichen 30.7 Prozent sind Nichterwerbspersonen, sind also aktuell nicht auf Stellensuche, weil zu einer Arbeitsmarktintegration die nötigen Voraussetzungen fehlen. Der Hauptanteil der Nichterwerbspersonen machen mit 11 Prozent die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit aus.

Erwerbstätige Sozialhilfebeziehende nach Beschäftigungsgrad

29.1 Prozent und damit die Mehrheit der erwerbstätigen Sozialhilfebeziehenden sind mit einem Pensum von weniger als 50 % angestellt. 24.9 Prozent können trotz mindestens einer Vollzeitanstellung das Existenzminimum mit dem Lohn nicht decken und sind ergänzend auf Sozialhilfe angewiesen.

Anteil der mit Sozialhilfe unterstützten Privathaushalte im Kanton Zug

Mit 61 % machen die Einpersonendossiers den Hauptanteil aller Sozialhilfebeziehenden aus. Im Vergleich dazu sind Paare (mit oder ohne Kinder) mit 14.9 % deutlich weniger vertreten.

Die Sozialhilfequote von Alleinerziehenden liegt mit 14.5 % deutlich höher als bei verhei-rateten Paaren mit Kindern (1.1%). Das Einkommen alleinerziehender Mütter und Väter reicht häufig nicht aus, um den Lebensbedarf der Familie zu decken. Haushalte mit al-leinerziehendem Elternteil sind somit besonders dem Risiko eines Sozialhilfebezuges ausgesetzt.

Weitere Zahlen und Fakten zur Sozialhilfe im Kanton Zug finden sich auch bei lustat.

Downloads

Downloads
Typ Titel Dokumentart
Kennzahlen der wirtschaftlichen Sozialhilfe, 2006 bis 2018 Kennzahlen der wirtschaftlichen Sozialhilfe, 2006 bis 2018 Statistiken/Diagramme

Weitere Informationen

Weitere Fragen

Fachstelle für Statistik
Telefon +41 41 728 35 04

Adresse / Karte

Kontaktformular

hidden placeholder

behoerden

Sozialhilfequote

Anteil der unterstützten Personen an der ständigen Wohnbevölkerung des Vorjahrs.

Methodische Grundlage

Die Sozialhilfestatistik des Kantons Zug wird jährlich im Herbst publiziert. Es handelt sich dabei um eine Vollerhebung. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen unterstützten Personen und Sozialhilfefällen. Letztere umfassen Unterstützungseinheiten, d.h. alleinlebende Personen oder im selben Haushalt lebende Ehegatten, Kinder usw.

Fusszeile