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Sozialhilfe

Daten aus der Sozialhilfestatistik

Die Sozialhilfestatistik

Bild Soziale Sicherheit
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Die Schweizerische Sozialhilfestatistik des Bundesamts für Statistik hat zum Ziel, gesamtschweizerische, kantonal und regional vergleichbare Informationen zur Sozialhilfe zu liefern. Diese Informationen bilden eine wichtige Grundlage für die Sozialpolitik des Bundes und der Kantone.

Vergleichsweise tiefe Sozialhilfequote

Im sechsten Jahr in Folge liegt die Sozialhilfequote im Kanton Zug bei 1.7%. Dies entspricht einer Unterstützung von 2'159 Personen durch die wirtschaftliche Sozialhilfe. Die Quote liegt damit unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 3.3%, aber auch unter dem Zentralschweizer Durchschnitt von 2.0%.

Abgeschlossene Fälle der Sozialhilfe

In erster Linie dient die Sozialhilfe immer noch als Überbrückungshilfe. So wird denn auch die Hälfte aller Fälle weiterhin innerhalb eines Jahres abgeschlossen. Allerdings hat sich ein vermuteter Trend bestätigt, dass Personen immer länger auf Sozialhilfe angewiesen sind. Im Jahre 2017 ist nun die mittlere Bezugsdauer, d.h. die durchschnittliche Dauer bis eine Person wieder von der Sozialhilfe abgelöst wird, im Vergleich zum Vorjahr von 11 auf 12 Monate gestiegen.

Mangelnde Bildung als Armutsrisiko

Der Unterschied im Bildungsniveau zwischen der Schweizer und der ausländischen Bevölkerung ist aufgrund des hohen Anteils an hochqualifizierten Zuwanderinnen und Zuwandern im Kanton Zug schwächer ausgeprägt als in anderen Kantonen. Ein tiefes Bildungsniveau erhöht aber auch im Kanton Zug das Sozialhilferisiko beträchtlich und ist auch Hauptgrund für die höhere Sozialhilfequote der ausländischen Zuger Wohnbevölkerung (3.6%) im Vergleich zu derjenigen der Schweizer Kantonsbevölkerung (1%).

41% der sozialhilfebeziehenden Personen zwischen 25-64 Jahren haben keine nachobligatorische Ausbildung, obwohl der Anteil der Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss in der Gesamtbevölkerung im selben Alter nur 11% beträgt. Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss sind also in der Sozialhilfe deutlich übervertreten.

Schwierigkeiten der über 50-jährigen zeigen sich auch in der Sozialhilfe

Die gesellschaftliche Entwicklung, dass über 50-jährige vermehrt Schwierigkeiten haben, im ersten Arbeitsmarkt zu verbleiben, zeigt sich auch bei der Sozialhilfe. Obwohl die Quote bei den 50- 64-Jährigen mit 1.6 % vergleichsweise tief ist, zeigt sich, dass diese Altersgruppe im Vergleich zum Vorjahr mit Abstand stärkste Zunahme aufweist (6.1 %).

Anteil der mit Sozialhilfe unterstützten Privathaushalte im Kanton Zug

2017 bezogen im Kanton Zug 2.2% der Privathaushalte Sozialhilfe. Bei verheirateten Paaren mit Kindern liegt die Quote bei 1.2%. Mit 16.3% um ein Vielfaches höher war dieser Anteil bei den Haushalten, in dem ein alleinerziehender Elternteil mit seinen Kindern zusammenlebt. Das Einkommen alleinerziehender Mütter und Väter reicht häufig nicht aus, um den Lebensbedarf der Familie zu decken. Haushalte mit alleinerziehendem Elternteil sind somit besonders dem Risiko eines Sozialhilfebezugs ausgesetzt.

Erwerbstätige Sozialhilfebeziehende

32.6% aller sozialhilfebeziehenden Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) gingen im Kanton Zug 2017 einer Erwerbstätigkeit nach. Die Mehrheit der erwerbstätigen Sozialhilfebeziehenden sind mit einem Pensum von weniger als 50% angestellt. 18.7% sind trotz Vollzeitanstellung auf Sozialhilfe angewiesen.

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Sozialhilfequote

Anteil der unterstützten Personen an der ständigen Wohnbevölkerung des Vorjahrs.

Methodische Grundlage

Die Sozialhilfestatistik des Kantons Zug wird jährlich im Herbst publiziert. Es handelt sich dabei um eine Vollerhebung. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen unterstützten Personen und Sozialhilfefällen. Letztere umfassen Unterstützungseinheiten, d.h. alleinlebende Personen oder im selben Haushalt lebende Ehegatten, Kinder usw.

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