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Eine Nacht lang die Ohren spitzen

01.12.2016
Streng geheim! So lautete das Motto der 26. Schweizer Erzählnacht, in der sich landesweit mehrere zehntausend Leute gleichzeitig zum Lesen und Zuhören trafen. Das ist nicht nur hit-, sondern sogar rekordverdächtig.

Streng geheim! So lautete das Motto der 26. Schweizer Erzählnacht, in der sich landesweit mehrere zehntausend Leute gleichzeitig zum Lesen und Zuhören trafen. Das ist nicht nur hit-, sondern sogar rekordverdächtig.

Seit 1990 findet jeweils am zweiten Freitag im November die Erzählnacht statt. Auf Initiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) treffen sich an diesem Abend in allen Landesteilen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum gemeinsamen Geschichtenhören und -erzählen.

Mit Stirnlampe auf Spurensuche: Jennifer (8)
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Mit Stirnlampe auf Spurensuche: Jennifer (8)

Für die Bibliothek Rotkreuz war es bereits die 22. Erzählnacht, da durfte es etwas Besonderes sein. Das Organisationskomitee aus Eltern-Lehrpersonen-Gruppe (ELG), Bibliothekarinnen und Lehrpersonen dachte sich ein ansprechendes Programm aus, das prompt rund 100 Kinder und Jugendliche anzog.

Die Grossen schauen zu den Kleinen: 2. Klässler und Jugendliche der 3. Oberstufe arbeiten mit den Lesespuren.
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Die Grossen schauen zu den Kleinen: 2. Klässler und Jugendliche der 3. Oberstufe arbeiten mit den Lesespuren.

Die Kindergärtler hatten ihre eigene Erzählnacht, die allerdings am Nachmittag stattfand. Die Grösseren trafen sich nach dem Eindunkeln und machten sich mit Hilfe von Stirnlampen auf Spurensuche. Nachdem sie ein Rätsel gelöst hatten, ging es gemäss dem Motto „Streng geheim" weiter. Die Zweitklässler begaben sich zusammen mit Jugendlichen der 3. Oberstufe in die spannende Welt der Lesespuren. Roman (8) gefiel die Aktion sichtlich. „Ich musste etwas suchen gehen. Zum Glück hatten wir Stirnlampen", meinte der Zweitklässler. Die grösseren Primarschülerinnen und –schüler kamen in den Genuss von Lesungen professioneller Schriftstellerinnen. Die Sechstklässler durften Anita Schorno aus Küssnacht zuhören, die aus ihren „Spürnasen"-Büchern vorlas. Für Kinder der 4. Klasse kam Rebecca Vonzun-Annen auf Besuch: Die frühere Lehrerin aus Unterägeri widmet sich seit zwei Jahren voll dem Schreiben und Illustrieren. Kathleen (10) aus der 4. Klasse meinte: „Mir hat das Buch ‚Die Wunschkiste' gefallen, weil interessante Figuren vorkommen. Ich würde es gerne einmal lesen."

Das Vorlesen und Erzählen in einem stimmungsvollen Rahmen ist eine einfache, aber wirksame Form der Leseförderung. Im Vorlesen steckt ein Zauber, den elektronische Medien nicht bieten können. Gemeinsam Geschichten zu lauschen, das schafft positive Erlebnisse rund um das Medium Buch, verbindet Vorlesende und Zuhörende und heftet sich in der Erinnerung fest. Erzähl- und Vorleseanlässe erleichtern Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Geschichten und regen sie zum Weiter- und Selberlesen an.

Letztes Jahr fanden landesweit 663 Anlässe statt, an denen 70'000 Personen teilnahmen. Die Schweizer Erzählnacht ist der grösste und nachhaltigste Leseförderanlass der Schweiz und wohl die grösste Kulturveranstaltung im Land.

Ein Getränke- und Dessertbuffet rundete die Rotkreuzer Erzählnacht ab. Schliesslich gingen die jungen Leseratten um 21 Uhr wieder nachhause: Müde, aber reich gesättigt an Kuchen und spannenden Geschichten.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen zur Verfügung:
Patrick Iten, Lehrperson Team Nord, 041 798 09 20

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