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Gemeinderat wehrt sich gegen Erpressung

27.02.2014
Der Gemeinderat Risch hat gegen den Betreiber des Häslihofes in Rotkreuz Strafanzeige wegen Erpressung eingereicht.

Die Mitglieder des Gemeinderats Risch sind in einem per Ende Januar datierten Brief aufgefordert worden, je 10'000 Franken „aus eigener Tasche“ anonym auf ein Konto zu überweisen. Absender des Schreibens ist der Betreiber des in Rotkreuz stationierten Häslihofes. Dieser droht bei Nichtbefolgung seiner Anweisungen mit der Veröffentlichung eines „Skandals“.

In seinem Schreiben wirft der Betreiber des Häslihofes jedem einzelnen Gemeinderatsmitglied vor, für den Tod von acht Kaninchen seiner Zucht verantwortlich zu sein und bezeichnet dies als "gravierendes Verbrechen". Dabei bezieht er sich auf die Folgen eines Unwetters im Juni 2012. Damals seien „fünf junge Häsli“ ertrunken. Drei weitere hätten wegen Erschöpfung erlöst werden müssen. Die Feuerwehr Risch Rotkreuz hätte seinen persönlich im Stützpunkt gemeldeten Notruf „kategorisch verweigert“. Er droht bei Nichtbefolgung seiner Forderung damit, diesen "Skandal öffentlich" zu machen und die Fotos der ertrunkenen Tiere "um die Welt" gehen zu lassen, um einen Sturm der "Entrüstung und Wut gegenüber den Verantwortlichen" auszulösen.

Der Gemeinderat Risch verwehrt sich in aller Form gegen die im Erpresserbrief gemachten Unterstellungen und Beleidigungen und hat gegen den Absender des Schreibens Strafanzeige wegen versuchter Erpressung eingereicht. Zudem stellt jedes einzelne Mitglied des Gemeinderats für sich Strafantrag wegen übler Nachrede, eventuell Verleumdung und subsidiär Beschimpfung. Der Gemeinderat verweist darauf, dass es sich beim Unwetter vom 7. Juni 2012 um ein Grossereignis gehandelt hat. Innerhalb von 24 Stunden waren 76 Schadensmeldungen eingegangen. Die Feuerwehrmänner von Risch standen damals insgesamt über 470 Stunden im Einsatz und wurden von der Nachbarfeuerwehr Hünenberg, der Feuerwehr Cham und der Stützpunktfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Zug unterstützt. Seiner Beurteilung nach hat die Feuerwehr Risch am Unwetter vom 7. Juni 2012 einen ausserordentlichen Einsatz und sehr gute Arbeit geleistet und im Interesse aller gehandelt. Natürlich bedauert der Gemeinderat, dass offenbar Tiere bei diesem Unwetter zu Schaden gekommen sind. Allerdings kann man sich rückblickend, angesichts der Dimension des Unwetters, auch glücklich schätzen, dass keine Personen zu Schaden gekommen waren.

 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen zur Verfügung:

Ivo Krummenacher, Gemeindeschreiber, 041 798 18 61

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