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LIFT, der Brückenschlag zum Berufseinstieg

27.10.2017
Nun ist das Jugendprojekt LIFT auch im Ennetsee lanciert. Das schweizweite Projekt unterstützt Jugendliche, die ungünstige Voraussetzungen für einen Berufseinstieg mit sich bringen. Die beiden Oberstufen der Gemeinden Hünenberg und Risch haben anlässlich einer Kick-off-Veranstaltung am 23. Oktober 2017 über LIFT und die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit orientiert.

Nun ist das Jugendprojekt LIFT auch im Ennetsee lanciert. Das schweizweite Projekt unterstützt Jugendliche, die ungünstige Voraussetzungen für einen Berufseinstieg mit sich bringen. Die beiden Oberstufen der Gemeinden Hünenberg und Risch haben anlässlich einer Kick-off-Veranstaltung am 23. Oktober 2017 über LIFT und die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit orientiert. Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung und Politik der beiden Gemeinden sowie der jeweiligen Gewerbevereine. Als interessierter Zuhörer fand sich auch Rémy Müller vom BildungsNetz Zug unter den geladenen Gästen.

Eher schwache schulische Leistungen, tiefes Selbstvertrauen, Motivationsprobleme, wenig Unterstützung aus dem Umfeld – hier setzt LIFT an. Ein wöchentlicher Arbeitseinsatz von 2-3 Stunden in der unterrichtsfreien Zeit ermöglicht solchen Oberstufenschülerinnen und -schülern erste Erfahrungen in der Arbeitswelt. Sie lernen so mit Anforderungen und Konflikten umzugehen und Durchhaltewillen zu zeigen. Dies hilft ihnen, Schwellenängste abzubauen, und erleichtert den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt. Als schöner Nebeneffekt erhalten die Jugendlichen auch ein bescheidenes Taschengeld.

Vorbereitet und begleitet werden diese Arbeitseinsätze durch Modulleiter oder -leiterinnen. Diese Rolle wird in den Gemeinden Hünenberg und Risch je von den beiden Schulsozialarbeitern Jürgen Biebel und Markus Kaufmann wahrgenommen. In den wöchentlichen Coachings reflektieren die Jugendlichen ihren Arbeitseinsatz und arbeiten an aktuellen Themen wie Kommunikation und Feedback, Umgang mit Konflikten und Niederlagen oder Wirkung der eigenen Person. Sie setzen sich mit ihren Stärken und Schwächen auseinander, entwickeln wichtige Problemlösestrategien und lernen Verantwortung zu übernehmen. Das frisch gewonnene Selbstwertgefühl wirkt sich oft positiv auf die Motivation in der Schule aus und verbessert die Ausgangslage für die bevorstehende Berufswahl und Lehrstellensuche.

„Die Zusammenarbeit zwischen Hünenberg und Risch drängt sich durch die geografische Nähe auf und hilft die Kosten tief zu halten", wie Reto Kurmann, Schulleiter Oberstufe Hünenberg, ausführt. So gibt es einen gemeinsamen Koordinator für die Wochenarbeitsplätze, Erwin Wirth. Er wird als Erstes Firmen und Gewerbebetriebe kontaktieren, um bereit zu sein, wenn im kommenden Frühjahr erstmals Jugendliche der beiden 1. Oberstufen ihre Arbeitseinsätze leisten sollen.

„Die meisten Unterstützungsmassnahmen im Kanton Zug setzen erst nach der Oberstufe an", meint Rémy Müller vom BildungsNetz Zug. „LIFT schliesst hier eine wichtige Lücke und hilft mit, eine Brücke zum erfolgreichen Lehrstart zu schlagen." Roger von Rotz, Geschäftsführer der gleichnamigen Bäckerei-Konditorei, stellt Wochenarbeitsplätze in seinem Betrieb zur Verfügung. Für ihn ist „LIFT die Zukunft, um möglichst alle Jugendlichen in den Arbeitsprozess einzugliedern".

LIFT existiert seit 2006 und bedeutet „leistungsfähig durch individuelle Förderung und praktische Tätigkeit". Trägerschaft ist das Netzwerk für sozial verantwortliche Wirtschaft in Bern, ein politisch und konfessionell neutraler Verein. Finanziert wird LIFT von Bund, Stiftungen und einigen Kantonen. Das Projekt wurde 2017 für sein langjähriges Engagement mit dem begehrten Milizpreis von Swiss Re ausgezeichnet.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen zur Verfügung:
Doris Huwyler Riedo, Schulleiterin Oberstufe Risch / Mitglied Projektleitung, 041 798 09 28

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