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Startschuss für Arealentwicklung Bahnhof Süd Rotkreuz

29.03.2017
Der Gemeinderat hat offiziell den Start für die Planung des Areals südlich des Bahnhofs Rotkreuz freigegeben. Mit der Realisierung der Überbauung wird die ÖV-Drehscheibe Rotkreuz zusätzlich gestärkt. Der Entscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger steht frühestens Ende 2018 an.

Der Gemeinderat hat offiziell den Start für die Planung des Areals südlich des Bahnhofs Rotkreuz freigegeben. Mit der Realisierung der Überbauung wird die ÖV-Drehscheibe Rotkreuz zusätzlich gestärkt. Der Entscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger steht frühestens Ende 2018 an.

1. Gemeinsame Absicht der SBB und der Gemeinde Risch

Die Entwicklung des Areals geht ursprünglich auf eine Idee von Privatpersonen aus dem Jahr 2011 mit dem Namen "Vision Reissverschluss" zurück. Die Idee bestand darin, die beiden Ortsteile nördlich und südlich der Bahnlinie besser miteinander zu verbinden und damit auch das Bahnhofareal Süd weiterzuentwickeln. Erste Überlegungen für eine mögliche Arealentwicklung wurden in einer Arbeitsgruppe, in der die SBB, der Kanton Zug und die Gemeinde Risch vertreten waren, konkretisiert.

Die SBB sowie der Gemeinderat Risch haben sich Ende 2016 auf eine gemeinsame Planung und Entwicklung des Areals geeinigt. Eigentümerin des rund 2.7 ha grossen Areals sind die SBB und zu einem kleinen Teil die Einwohnergemeinde Risch. Die SBB und der Gemeinderat sind der Auffassung, dass die Entwicklung des Areals für die Öffentlichkeit und die ÖV-Benutzer eine grosse Chance ist. Die Planung sieht vor, dass in einem ersten Schritt ein qualifiziertes städtebauliches Verfahren (QSV) durchgeführt wird. In einem zweiten Schritt sollen auf den Ergebnissen des QSV ein Bebauungsplan sowie die notwendige Änderung der Nutzungsplanung ausgearbeitet werden.

"Mit Beschluss vom 21. März 2017 hat der Gemeinderat den Eintretensentscheid für das anstehende Bebauungsplanverfahren und somit den Start für die Planungsarbeiten freigegeben", erklärt Ruedi Knüsel, Vorsteher Planung/Bau/Sicherheit. "Eine hochwertige Entwicklung südlich des Bahnhofs Rotkreuz soll die Attraktivität des Standorts Rotkreuz zusätzlich stärken. Dadurch können auch Überlegungen für eine Aufwertung des Dorfplatzes gemacht und ein behindertengerechter Bushof Süd umgesetzt werden", ergänzt Ruedi Knüsel.

2. Areal Bahnhof Rotkreuz Süd

Das betroffene Areal erstreckt sich von den heute bestehenden Gebäuden des Bahnhofs Rotkreuz über die Park- und Rail-Anlage, den Ökihof bis zu den Stellwerkgebäuden östlich des Bahnhofs.

Areal Bahnhof Rotkreuz Süd
Bild Legende:

3. Rahmenbedingungen für die Arealentwicklung

Die Planung basiert auf folgenden Rahmenbedingungen:

  • Mit dem Planungsverfahren soll eine hohe Qualität in mehrfacher Hinsicht erreicht werden. Die Qualität wird mittels Konkurrenzverfahren sichergestellt. Die Gemeinde beteiligt sich pauschal mit einem Betrag von 80'000 Franken an den Planungen, die schätzungsweise rund eine Million Franken kosten werden.
  • Die Planung sieht vor, dass die Kapazitäten des Bushofs Süd erweitert und dieser neu über vier Anlegekanten verfügen wird. Der neue Standort soll zudem optimal in das Areal integriert werden. Mit dem Ersatzbau des Bushofs Süd werden die Anforderungen an die Behindertentauglichkeit erfüllt. Für die Erstellung des Bushofs Süd wird die Gemeinde ein günstiges unselbständiges Baurecht erhalten. Sollte der Busbahnhof auf dem Land der Gemeinde realisiert werden, entfällt die Baurechts-Regelung.
  • Das Areal soll in Übereinstimmung mit dem kantonalen Richtplan überbaut werden. Das Areal ist Teil des Gebiets für Verdichtung 1. Die vorgesehene Dichte kann auch durch ein Hochhaus erreicht werden. Das qualifizierte städtebauliche Studienverfahren wird aufzeigen, welche Gebäudetypen für die Überbauung des Areals angebracht sind.
  • Auf dem Areal ist eine Mischnutzung zwischen Wohnen und Arbeiten vorgesehen.
  • Es soll geprüft werden, ob die heute bestehende Park- und Rail-Anlage in ein Parkhaus umgewandelt werden kann.
  • Das Ziel ist eine autoarme Überbauung zu erstellen. Das Areal ist durch den öffentlichen Verkehr hervorragend erschlossen.
  • Die Gemeinde Risch hat sich eine Reihe von Dienstbarkeiten auf dem Areal gesichert (Erschliessung Ökihof, Verzicht von SBB auf Fahrwegrecht durch den Sportpark). Weiter ist es denkbar, dass eine Arrondierung zugunsten des Sportparks umgesetzt werden kann. Damit könnte der heutige Sportpark zusätzlich aufgewertet werden.
  • In der Planung wird auch den Aussenräumen grosse Bedeutung geschenkt. Insbesondere kann auch die Gestaltung des Dorfplatzes zusätzlich aufgewertet werden.

4. Mehrwert zugunsten der Gemeinde Risch

Die SBB und der Gemeinderat haben vereinbart, dass die Gemeinde ein Recht erhält, in einem der Neubauten auf dem Bahnhofareal Dienstleistungsflächen im Umfang von 1'200 m2 zu erwerben. Diese Flächen sollen vermietet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre es denkbar, dass die Flächen auch für den Eigengebrauch der Gemeinde verwendet werden.

Die SBB und die Gemeinde haben sich ausserdem darauf geeinigt, dass die SBB der Gemeinde Risch einen Planungsmehrwert von 16 % abliefern wird. Diese Regelung kommt zum Tragen, sofern keine kantonale Regelung betreffend Mehrwertbeteiligung zum Zeitpunkt des Erlasses des Bebauungsplans vorliegt. Die verhandlungsbasierte Mehrwertbeteiligung der Gemeinde berücksichtigt auch diverse Leistungen, welche die Gemeinde von den SBB zugesprochen bekam.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit der Planung des Areals Bahnhof Süd in Rotkreuz ein weiterer Schritt hin zu einer qualitätsvollen Entwicklung der Gemeinde Risch gemacht wird. Im Rahmen des Konkurrenzverfahrens wird sich auch klären, ob auf der Südseite des Bahnhofs Rotkreuz ein Hochhaus entstehen soll. Mit der aktuell gültigen Nutzungsplanung wäre der Bau eines Hochhauses auf der Südseite des Bahnhofs noch nicht möglich.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:
Ruedi Knüsel, Vorsteher Planung/Bau/Sicherheit, 079 247 32 06
SBB Medienstelle, press@sbb.ch, 051 220 41 11

 

 

 

 

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