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03 Arbeitsmarkt

Statistische Daten zum Zuger Arbeitsmarkt

Gut ausgebildete Erwerbstätige

Arbeiter
Bild Legende:

2020 lebten im Kanton Zug rund 70'383 Erwerbspersonen. 47 Prozent waren hochqualifizierte Personen mit einem Bildungsabschluss der Tertiärstufe (Hochschulabschluss oder höhere Berufsausbildung). Die Strukturerhebung erhebt jährlich Daten zu den Erwerbspersonen in den Kantonen. Die Grundgesamtheit bildet die ständige Wohnbevölkerung ab dem vollendeten 15. Altersjahr. Da es sich bei der Strukturerhebung um eine Stichprobe handelt, unterliegen die Ergebnisse einem statistischen Unschärfebereich. Ausgewiesen werden die Erwerbstätigen nach Alter, Ausbildung, Geschlecht, Migrationshintergrund und Staatsangehörigkeit. Hier geht es zur Tabelle mit den detaillierten Zahlen für 2020.

Erwerbsbeteiligung und Beschäftigungsgrad

Im Kanton Zug gehen rund 60 Prozent aller Frauen ab 15 Jahren einer bezahlten Beschäftigung nach. Bei den Männern sind es 72 Prozent. Auch bei den Beschäftigungsgraden zeigen sich geschlechterspezifische Unterschiede. So arbeiten fast 90 Prozent aller erwerbstätigen Männer mit einem Vollzeitpensum (90-100 %), bei den Frauen ist es hingegen nur die Hälfte. Dass in Familien Mütter oft teilzeit- und Väter vollzeiterwerbstätig sind, zeigen auch Daten zu Haushalt und Familie. Während rund 10 Prozent der Frauen ab 15 Jahren im Kanton Zug Hausfrauen sind, bezeichnen sich weniger als ein halbes Prozent der Männer als Hausmänner. All diese Unterschiede bezüglich Geschlecht und Erwerbssituation sind weitgehend konstant. Ein Vergleich der Daten der Strukturerhebung von 2020 mit denjenigen der Erhebung 2015 zeigt keine substantiellen Veränderungen.

Erwerbsquote in den Gemeinden

Die Erwerbsquoten messen den Anteil der Erwerbstätigen in der Bevölkerung über 15 Jahre in den Gemeinden. Die Gemeindezahlen berechnet das Bundesamt für Statistik mittels Kleingebietsschätzung. Dabei werden zur Vergrösserung der Stichprobe die Daten mehrerer Erhebungswellen kombiniert, und mithilfe statistischer Modelle werden die Parameter ermittelt. Dies erlaubt eine zuverlässige Schätzung der Erwerbsquote insbesondere der kleineren Gemeinden. Der Kantonsvergleich stellt zudem die kantonalen Erwerbsquoten gegenüber.

Arbeitslosenquote

Seit 2012 berechnet man die Arbeitslosenquoten mit der Anzahl Erwerbspersonen aus der Strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik. Die Anzahl der Erwerbspersonen bilden den Nenner in der Berechnungsformel. Zuvor rechnete man im 10-Jahresrhythmus mit Angaben aus dem jeweils aktuellsten Volkszählungsjahr. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug bietet eine monatliche Übersicht mit den wichtigsten Zahlen, und das Staatssekretariat für Wirtschaft visualisiert auf der Online-Plattform AMSTAT die aktuellen Kantonsdaten kartographisch.

Weitere Informationen

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Daten zum Arbeitsmarkt

Die Online-Applikation AMSTAT des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) bietet Zugriff auf Arbeitslosenzahlen nach Branchen, auf Stellensuchende und offene Stellen sowie auf Zahlen zur Arbeitslosenentschädigung. 

Begriffe

Die Beschäftigungssituation in den Kantonen und Gemeinden wird mit der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) des Bundesamtes für Statistik erhoben (siehe dazu im Thema 6). Die STATENT ist eine stellenorientierte Erhebung. Das bedeutet, dass die Zahl der Stellen (Arbeitsplätze) gezählt wird. Dadurch unterscheidet sich die STATENT von der Volkszählung und der schweizerischen Arbeitskräfteerhebung. In diesen Erhebungen wird die Zahl der Erwerbstätigen gezählt (personenorientierte Erhebungen).

Grundsätzlich kann ein Erwerbstätiger mehrere Stellen besetzen; z.B. wenn ein Büroangestellter im Nebenberuf als Hausabwart arbeitet. Während diese Person in der Volkszählung als Person mit zwei Jobs ausgewiesen wird (also nur einmal gezählt wird), werden in der STATENT die beiden Stellen dieser Person erfasst (sog. Mehrfachbeschäftigung).

 

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