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1315, 1515, 1815 — 7 Fragen an Marco Sigg

Seit dem 1. Januar 2015 ist Marco Sigg* Museumsdirektor der Zuger Burg. Eine gute Gelegenheit, einleitend einige Fragen zur Geschichte zu stellen. Weiter geht aus dem Interview hervor, dass Marco ...
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Seit dem 1. Januar 2015 ist Marco Sigg* Museumsdirektor der Zuger Burg. Eine gute Gelegenheit, einleitend einige Fragen zur Geschichte zu stellen. Weiter geht aus dem Interview hervor, dass Marco Sigg ein perfekter Start ins Schulleben glückte — Dank seinem Lehrer.

Von Lukas Fürrer

1315?
Fand die Schlacht am Morgarten statt – in der traditionellen Nationalgeschichte gilt sie als die erste Freiheitsschlacht der Eidgenossen. Auch nach 700 Jahren bleiben die Geschichten um Morgarten spannend und kontrovers, wie die zahlreichen Diskussionen im Zusammenhang mit dem Gedenkjahr 2015 zeigen.

1515?
Kam es zur Schlacht in Marignano – anders als Morgarten eine bittere Niederlage und ein Wendepunkt im eidgenössischen Grossmachtsstreben. Mit dieser Schlacht endete das sogenannte eidgenössische „Heldenzeitalter"; die eidgenössischen Schlachthaufen waren chancenlos gegen Kanonen. Heute wird Marignano häufig als „heilsame Niederlage" und Beginn der Neutralitätspolitik gedeutet.

1815?
In diesem Jahr endete der Wiener Kongress, auf dem die europäischen Mächte nach dem Sieg über Napoleon Bonaparte die zukünftige Friedensordnung verhandelten. Hier ist der wirkliche Ursprung der schweizerischen Neutralität zu sehen, die der Schweiz von den Grossmächten gewährt wurde – zusammen mit der Zusicherung ihrer territorialen Unversehrtheit und der Unabhängigkeit. Noch wichtiger ist allerdings, dass 1815 der Weg zum modernen schweizerischen Bundesstaat beginnt, der jedoch durch den Sonderbundskrieg 1847 noch erkämpft werden musste.

Welches war als Kind Ihr Traumberuf?
Polizist – wie bei vielen Kindern war mein Vater das grosse Vorbild. Ich entwickelte aber schon früh Interesse für historische Themen. Dass ich später wirklich einmal als Historiker arbeiten würde, hat sich aber eher zufällig ergeben.

Mit wem würden Sie gerne einen Monat tauschen?
Mit Robinson Crusoe – der Ruhe wegen. Auf einer einsamen Insel zu leben, fernab von Smartphones und sonstigen elektronischen Hilfsmitteln, hat in der heutigen hektischen Zeit auch etwas Verführerisches.

An welche Lehrerin oder an welchen Lehrer erinnern Sie sich gerne und warum?
An meinen Erstklasslehrer. Mit welcher Einfühlsamkeit er uns kleinen ABC-Schützen die Angst vor der grossen, weiten Schulwelt nehmen konnte, fasziniert mich bis heute.

Weshalb lohnt sich der Besuch der Ausstellung "Zug ist Schmuck" für Schulklassen ganz besonders?
Es erwartet sie ein sprichwörtlich funkelndes Erlebnis! Über 300 Objekte erzählen die faszinierende Geschichte der zugerischen Silber- und Goldschmiedekunst im Wandel von 400 Jahren. Die Schülerinnen und Schüler können dabei viel über die Funktionen und Bedeutungen von Schmuck erfahren, natürlich auch über die verwendeten Materialien. In der Ausstellung wird zudem eine Goldschmiedewerkstatt aufgebaut, an der Goldschmiede an bestimmten Sonntagen einen Einblick in ihr Handwerk und ihre Techniken geben werden. Schulklassen aller Stufen können dieses Angebot auch während der Woche wahrnehmen, Oberstufenklassen können in einem exklusiven Schmuckworkshop mit jungen Goldschmieden ein Lederarmband mit Silberanhänger selbst gestalten. Wir freuen uns auf die Schulklassen! Hier erfahren Sie alles über den Besuch der Ausstellung.

Dr. Marco Sigg ist gebürtiger Schwyzer, verheiratet und Vater von drei Kindern. Er studierte Neueste und Alte Geschichte sowie Staatsrecht an der Universität Bern, bildete sich danach in einem staatswissenschaftlichem Nachdiplomlehrgang an der Militärakademie der ETH Zürich weiter und promovierte 2011 an der Universität Bern. Marco Sigg unterrichtete und forschte an der Militärakademie der ETH Zürich. Daneben war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schweizerischen Nationalmuseum, Forum Schweizer Geschichte in Schwyz, tätig. Für das Projekt „Morgarten 2015 – 700 Jahre Abenteuer Geschichte" der Kantone Schwyz und Zug erarbeitete er als freiberuflicher Historiker einen neuen Unterrichtsordner für die Primar- und Sekundarstufe, der nächstens erscheint.

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