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Berufserfolg durch Begleitung — 7 Fragen an Rémy Müller

Rémy Müller, wie hast Du selbst den Übergang von der Schule in die Berufsbildung erlebt? Ich hatte strenge Eltern. Sie sagten, dass für mich eine Lehre obligatorisch sei, danach dürfe ich machen, ...
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Rémy Müller, wie hast Du selbst den Übergang von der Schule in die Berufsbildung erlebt?
Ich hatte strenge Eltern. Sie sagten, dass für mich eine Lehre obligatorisch sei, danach dürfe ich machen, was ich wolle. So habe ich ab der fünften Klasse 30 Schnupperlehren absolviert.

Du bist Geschäftsleiter von BildungsNetz Zug. Was macht das BildungsNetz Zug und wer steht dahinter?
Das BildungsNetz Zug ist ein Kompetenzzentrum mit verschiedenen Abteilungen. Es ist ein Verein, der von über 120 KMU getragen wird und eng mit dem Volkswirtschaftsdepartement zusammen arbeitet. Der Lehrbetriebsverbund ist für die praktisch begabten Jugendlichen, die eine schulische Begleitung benötigen und auch wollen. Case Management Berufsbildung (CMBB) hilft bei Mehrfachproblematiken und bei Krisen vor und während der Lehre. Die Fachkundige individuelle Begleitung (FiB) ist eine Hilfestellung für Lernende der zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA). Ziel ist es, vorhandene Begabungspotenziale zu fördern und Lerndefizite zu verringern. Das Netzwerk EBA ist eine interkantonale Initiative von fünf Lehrbetriebsverbünden. Im Kanton Zug engagiert sich das Bildungsnetz für die Verbesserung der Berufschancen Jugendlicher. Angeboten wird ein Bewerbungscoaching und ein Jobcoaching nach Abschluss einer zweijährigen beruflichen Grundbildung (EBA).

Was machen die so genannten Case Manager?
Die Case Manager arbeiten mit verschiedenen Spezialisten an den Schwierigkeiten der Jugendlichen und bleiben während der ganzen beruflichen Grundbildung dran. Das Ziel ist eine Stärkung der Ressourcen und die Befähigung, den Ausbildungsabschluss zu erreichen.

Du hast das Buch „Ausbildungsbetriebe und Ihre Bedürfnisse in der Berufsbildung" geschrieben. Wer soll das Buch warum lesen?
Das Buch richtet sich an Ausbildner und an Fachpersonen, welche mit Jugendlichen arbeiten. Es eignet sich aufgrund der Praxisorientierung auch sehr gut für Eltern und für Lehrpersonen mit Klassen in der Berufswahl.

Welche Ideen oder Forderungen lassen sich für die Sekundarstufe I ableiten?
Die Lehrpersonen sollen sich mit der Arbeitswelt real auseinander setzen und regelmässig ein Zuger KMU von innen sehen. Die Eltern gehören ins Boot und sollten realistische Vorstellungen ihrer Kinder unterstützen. Die Zeit nach Unterzeichnen des Lehrvertrags sollte zur Vorbereitung genutzt werden, zum Beispiel  mit einer Projektarbeit. Jugendliche mit schwacher Kognition sollten vom Schulpsychologischen Dienst (SPD) abgeklärt werden, damit die nötige Unterstützung bereitgestellt werden kann.

Was war das Verwegenste, was Du je getan hast?
Ich habe im Jahr 2006 das BilungsNetz Zug übernommen. Und ich habe mich an meinem 50. Geburtstag entschieden, aus meiner Masterarbeit ein schönes Buch zu schreiben.

An welche Lehrperson erinnerst Du Dich gerne und warum?
An Herrn Moser in der Oberstufe.... er hatte einen 3 m langen Bambusstock...

Rémy Müller ist seit 2006 Geschäfts- und Ausbildungsleiter des BildungsNetz Zug. Zuvor war er in der Industrie für Siemens und Landis & Gyr tätig. Rémy Müller, Executive Master of Advanced Studies, Nachdiplom in Wirtschaftstechnik in Informatik und Software-Engineering, arbeitet seit über zehn Jahren mit Praktikern der KMU zusammen und ist in der Schweiz gut vernetzt.

Zum Buch «Ausbildungsbetriebe und ihre Bedürfnisse in der Berufsbildung»: Die berufliche Grundbildung ist eine Erfolgsgeschichte in der Schweiz. Rémy Müller zeigt Praktikern auf, was nötig ist, damit Jugendliche diese wichtige Ausbildungsphase erfolgreich bestehen. In seinem Buch «Ausbildungsbetriebe und ihre Bedürfnisse in der Berufsbildung» verknüpft er Wissenschaft und Praxis. Er gibt Empfehlungen zur erfolgreichen Gestaltung der Ausbildung: vor, während und nach der Lehre. Die Erfahrungen aus dem innovativen Wirtschaftskanton Zug sind auf die ganze Schweiz übertragbar. Zielgruppen sind Firmeninhaber und Ausbildungsleiter, Lehrpersonen und Fachleute aus Beratungsberufen mit Jugendlichen.

HIER BESTELLEN: remy.mueller@bildungsnetzzug.ch oder Bücher Balmer

 

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