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Aufbruch in eine neue, bereichernde Lebensphase

21.06.2016
Wieder geht ein Schuljahr dem Ende zu. Der Veranstaltungskalender der Stadtschulen weist unübersehbar darauf hin. Vor zwei Jahren war ich in diesen Prozess zukunftsweisend eingebunden, da ein neuer ...
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Wieder geht ein Schuljahr dem Ende zu. Der Veranstaltungskalender der Stadtschulen weist unübersehbar darauf hin. Vor zwei Jahren war ich in diesen Prozess zukunftsweisend eingebunden, da ein neuer Lebensabschnitt bevorstand.

Von Renata Iten

Im Laufe des Lebens heisst es nur allzu oft, flexibel zu sein, sich Neuem zu stellen, Altes loszulassen und, je nachdem, es als Erbauendes zu bewahren oder dann belastungsarm zu entsorgen. Der neue Lebensabschnitt, der für mich im Sommer 2014 begann, wird etwas unromantisch «Ruhestand» genannt.

Im Laufe des Lebens zwangen mich diverse gesundheitliche Gegebenheiten zu Ruheständen. Jetzt kommt eben ein neuer dazu. Aber wird diese Phase dem Namen gerecht? So richtig angekommen bin ich scheinbar noch nicht im typischen Leben von Pensionierten, denen man zuschreibt, sie befänden sich im Unruhestand. Ist das mein Ziel? Nein! Ganz bewusst halte ich mir Freiräume offen, nehme mir mehr Zeit für die Partnerschaft, für die Familie, für Alltägliches und geniesse es, ohne extern vorgegebene Strukturen mein Zeitmanagement selber zu organisieren.


Jede Glasperle  beherbergt einen Gedanken für meine Zukunft (Geschenk meiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen der Schule Oberwil zur Pensionierung Juli 2014).

Ganz ohne regelmässige Termine spielt sich mein neues Leben aber nicht ab. Der Chor und die Gesangsstunden haben noch dieselbe Bedeutung wie vor der Pensionierung. Ebenso betreue ich als selbständige Logopädin ab und zu noch Kantonsschülerinnen und -schüler, denen die Dysorthografie bei Berichten oder der Maturaarbeit in die Quere kommt. Manchmal erteile ich Nachhilfe in Mathematik. Dazu gekommen sind ein paar Frühstückstreffs mit ehemaligen Berufskolleginnen. Ach ja, und ein Comeback an der Schule habe ich auch noch gegeben für einige Wochen.

Gänzlich zurückgezogen habe ich mich einzig vom politischen Engagement, in das ich in den letzten Jahren sowieso nicht mehr viel Zeit investierte. Angebote, Funktionen zu übernehmen, wurden mir im Hinblick auf die Pensionierung, mehrere gemacht. «Du hesch jo jezz denn Zyt», diese Worte habe ich oft gehört. Meistens entgegnete ich, dass ich zuerst den neuen Lebensabschnitt kennen lernen und ihn nicht schon verplanen möchte. Einzig vom Vorstand der Kolingesellschaft Zug liess ich mich überzeugen, dass meine Mitarbeit dort geschätzt würde. Diese Gesellschaft ist in der Erwachsenenbildung tätig. Bildung ist immer noch eines meiner Anliegen und es gefällt mir, das Jahresprogramm mitzugestalten, Referentinnen und Referenten zu suchen und als Rechnungsführerin zu amten, was für mich eher Neuland ist.

Ruhestand oder Unruhestand? So oder so empfinde ich diese Lebensphase als bereichernd. Sie steckt noch voller Überraschungen, erfreuliche oder belastende. Die Zukunft ist präsent. Natürlich gehe ich Vieles gemächlicher an im Bewusstsein, dass die Jugend vorbei ist. Das Alter, wie ich es mir aber als Jugendliche vorstellte, hat noch nicht begonnen. Und alt genug, um all die interessanten Entwicklungen, die aktuell im Gange sind, mitzuverfolgen, werde ich leider nicht werden.

Allen, die nächstens in den neuen Lebensabschnitt starten, wünsche ich glückliche Erinnerungen ans Berufsleben und frohe Erlebnisse in Zukunft.

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