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Elternarbeit — Der Fotograf und das Fokusthema

02.04.2014
Der Fotograf erinnert sich an die Arbeit der eigenen Eltern und geniesst den Einblick in verschiedene Familienleben, von der Einkind- bis zur Fünfkindfamilie. An Dynamik und Abwechslung ...
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Der Fotograf erinnert sich an die Arbeit der eigenen Eltern und geniesst den Einblick in verschiedene Familienleben, von der Einkind- bis zur Fünfkindfamilie. An Dynamik und Abwechslung herrscht nirgends ein Mangel.

Von Michel Gilgen

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie oft oder regelmässig meine Eltern mit mir Hausaufgaben gemacht haben oder irgendwelche Freizeitaktivitäten spezifisch auf unsere, die meiner Schwester und meine Interessen oder Bedürfnisse ausgerichtet haben. Spazieren gehen, klar, oder Besuche … An etwas jedoch kann ich mich noch sehr genau erinnern. Von meinen Eltern habe ich ein Modellflugzeug Marke UHU geschenkt bekommen, und ich war fest entschlossen, diese Ansammlung von Holz und Papier zum Fliegen zu bringen. Da mir diesbezüglich aber scheinbar zwei linke Hände zu eigen waren, musste mir mein Vater intensiv zur Hand gehen, will sagen, also eigentlich musste er es fertig bauen, um eine gewisse Flugtauglichkeit zu garantieren. Und um diese ging es ja letztendlich. Und der UHU flog. Er flog so gut, dass er bei seinem Jungfernflug im Wipfel der höchsten Tanne steckenblieb, und wir, wenn überhaupt, nur noch auf einen Sturm zu hoffen wagten, der aber natürlich nicht kam. Der UHU blieb auf dem Baum und wir zogen relativ geknickt von dannen, und dies war auch gleichzeitig das Ende vom Thema Modellbau und Michel Gilgen; wie vorher schon das Thema Fischen, Skateboard- und Rollschuhfahren und einige andere Dinge, die ich unbedingt wollte, und dann in der Garage deponiert wurden. Die Dinge, die mir eher entsprachen, wie Zeichnen und Malen, waren eher einsame Tätigkeiten, und der Beitrage meiner Eltern beschränkte sich darauf, dafür zu sorgen, dass genug Material zum Ausführen dieser Aktivitäten vorhanden war. Ich denke, ich war nicht ein einfaches Kind diesbezüglich. 

Es war mir ein grosses Vergnügen, einen intimeren Einblick in einige Familien und deren Dynamik zu erhalten, die ich, mit Ausnahme derer meiner Schwester, vorher nicht gekannt habe, um zu sehen, wie sie ihr Familienleben in der Freizeit gestalten, wie viel Zeit Kinder von der Freizeit in Anspruch nehmen. Das Alter ist sicher entscheidend, aber auch das Individuum an und für sich. Familien mit fünf Kinder sind eher selten, denke ich. Aber als ich die Familiendynamik gesehen habe, habe ich für mich gedacht, dass es für die Kinder eigentlich ziemlich toll ist, viele Geschwister zu haben. Und für die Eltern wohl auch.

In meinem fotografischen Beitrag hat es Familien von eins bis fünf Kindern. Dieser Umstand gefiel mir. Ich habe immer noch keine. Die Angst vor dieser Aufgabe ist jedoch erstaunlicherweise in den letzten Monaten gänzlich verschwunden.  

michel.gilgen@bluewin.ch

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