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Gute Schule — durch gute Führung

08.09.2014
Dass es ohne gute Lehrerinnen und Lehrer keine gute Schule gibt, ist bekannt und wird an dieser Stelle auch noch thematisiert. Zunächst soll der Fokus aber auf einen guten Schulhausleiter gerichtet ...
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Dass es ohne gute Lehrerinnen und Lehrer keine gute Schule gibt, ist bekannt und wird an dieser Stelle auch noch thematisiert. Zunächst soll der Fokus aber auf einen guten Schulhausleiter gerichtet werden. Eben nach dem Motto: Gute Schule durch gute Führung.

Von Urs Auf der Maur

Häufig müssen Schulhausleiter ihre Teams über Neuerungen ins Bild setzen, die grosse Umwälzungen und viel Arbeitsaufwand nach sich ziehen. Das können Nachqualifikationen in gewissen Fächern sein, der Jahresauftrag für die Unterrichtsteams, neue Lernformen, die plötzlich verbindlich werden, das Mitwirken in Arbeitsgruppen, Pläne des Kantons, Forderungen der Schulleitung usw. Erschlagen wird der Überbringer dieser Botschaften zwar nicht mehr, aber oft ist er der erste, der die aufkommenden Emotionen abkriegt. Ob ich diesen Themen gegenüber positiv oder negativ eingestellt bin, soll hier keine Rolle spielen. Über die Fülle der Themen und die Art, wie mein Schulhausleiter Jörg Wurmet in seiner Funktion damit umgeht, möchte ich an dieser Stelle erzählen. Und darüber, wie ich diese Arbeit als Entlastung in meinem Schulalltag erlebe.

Realistische Vorstellungen
Ich erlebe meinen Schulhausleiter als eine Person, die den Schulalltag realistisch einschätzt. Bei Neuerungen, wie der obligatorischen Anwendung kooperativer Lernformen, wird zuerst geschaut, was tatsächlich schon vorhanden ist und vielleicht einfach nicht unter dem aktuellen Namen läuft. Wie weit die einzelnen Unterrichtsteams sind, wird als erstes geklärt. Dann werden zusammen mit den Teams leistbare Forderungen gestellt. Das kann zum Beispiel eine ausgewiesene Einheit kooperativer Lernformen pro Semester sein. Der Auftrag wird schrittweise umgesetzt. Die Projekte werden nicht für irgendwelche Papiere in schönen Worten aufgebauscht, sondern längerfristig umgesetzt.

Zeitmanagement
Der Schulhausleiter achtet auf das Zeitmanagement, er hat den Überblick über die Zeitgefässe, die zur Verfügung stehen. Um diesen Punkt zu illustrieren, sei folgende kurze Szene erwähnt. Anlässlich einer Sitzung der Gruppe Unterrichtsentwicklung wurden bei der Jahresplanung für das nächste Schuljahr die neuen Themen angeschaut. Dabei ging es darum festzulegen, was auf Ebene Team und auf Ebene Gesamtschule eingeplant werden sollte. Jörg Wurmet hatte für diese Absprache eine Übersicht der Teamsitzungen und Weiterbildungstage für das ganze nächste Schuljahr vorbereitet und zeigte damit auf, wie viele Zeiteinheiten bereits mit welchen Themen belegt waren. So verhinderte er, dass Aufgaben geplant wurden, die dann im laufenden Schuljahr nur schlecht oder unter grossem Druck zu erledigen gewesen wären. Die Weitsichtigkeit eines Schulhausleiters schützt in solchen Momenten das Team vor überrissenen Vorstellungen und fördert die laufenden Entwicklungen.

Überblick
Bei all den zusätzlichen Aufgaben, die oft nicht direkt mit dem Unterricht zu tun haben, gehen ab und zu bei mir auch Sachen vergessen. Mein Schulhausleiter erinnert mich rechtzeitig an Termine, Aufträge, Abmachungen und Planungsschritte. Seine Dossierssicherheit gibt mir Rückhalt und Vertrauen.

Administration
Der administrative Aufwand im Schullalltag ist im Moment ein grosses Thema. Viel von dieser Arbeit wird mir durch den Schulhausleiter abgenommen. Das beginnt mit dem Aussortieren von Post und Informationen. Ich kann mich darauf verlassen, dass er uns im Team darauf aufmerksam macht, wenn irgendwo etwas für den Schulalltag Entscheidendes zu beachten ist. In Arbeitsgruppen übernimmt er sehr oft den Schreibteil, das Zeitmanagement, die Protokollführung oder auch die Organisation eines gesellschaftlichen Teils.

Vertrauen
Ich verlasse mich in vielen Punkten auf den Schulhausleiter. So kann ich mich intensiver auf das Kerngeschäft einer Lehrperson, den Unterricht, konzentrieren, fühle mich wohl bei der Arbeit und entlastet. Er verlässt sich im Gegenzug auf die Arbeit der Lehrpersonen, lässt Entscheide im Team zu und vertritt diese gegen aussen.

So erlebe ich die Schulhausleitung als entscheidend für die Entwicklung in unserem Team und als Entlastung im Schullalltag.

 

Urs Auf der Maur ist Lehrer im Schulhaus Sunnegrund in Steinhausen,

 

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