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Bedeuten steigende Schülerzahlen höhere Bildungskosten?

Die Szenarien 2015-2024 für das Bildungssystem Schweiz liefern Projektionen bis 2024 zu den Lernenden, Studierenden und Abschlüssen des grössten Teils des Schweizer Bildungssystems. Die Publikation ...

Die Szenarien 2015-2024 für das Bildungssystem Schweiz liefern Projektionen bis 2024 zu den Lernenden, Studierenden und Abschlüssen des grössten Teils des Schweizer Bildungssystems. Die Publikation kann online abgerufen werden. Welche Auswirkungen haben die steigenden Schülerzahlen im Bereich der obligatorischen Schule auf die Bildungskosten?

Von Lukas Fürrer

In den kommenden Jahren werden deutlich mehr Kinder ihre Schulzeit beginnen. Der seit zehn Jahren anhaltende Rückgang der Lernendenbestände der gesamten obligatorischen Schule ist beendet. Für das nächste Jahrzehnt zeichnet sich ein Anstieg ab. Bis 2024 dürfte der Gesamtbestand insgesamt 800'000 Schülerinnen und Schüler betragen. Dies entspricht einem Anstieg von 13 % im Vergleich zu 2014.

Höhere Bildungskosten im Kanton Zug?
Die bisherigen Erfahrungen mit den Auswirkungen der Schülerzahlen auf die Bildungskosten lassen für den Kanton Zug die folgenden Schlüsse zu: Für den Kanton steigen die Kosten, weil die Anzahl ausbezahlter Normpauschalen (pauschaler Betrag je Schüler, der jährlich den Gemeinden überwiesen wird) steigt.

Für die Gemeinden sieht die Rechnung besser aus. Entscheidend ist die Beobachtung, dass in Zeiten mit weniger Schülerinnen und Schülern vor allem die Klassengrössen sinken. Die rein rechnerisch zu erwartende demographische Rente (wenn die Klassenzahlen sinken würden) bleibt aus, die Bildungskosten sinken auch bei geringeren Schülerzahlen nicht. Umgekehrt werden bei steigenden Schülerzahlen nur zurückhaltend neue Klassen eröffnet, was sich positiv auf die Kostenentwicklung auswirkt.

Vor dem Hintergrund der steigenden Schülerzahlen ist dieses Szenario auch im Kanton Zug wahrscheinlich. Steigen die Schülerzahlen moderat an (angenommenes Referenzszenario 13 % in zehn Jahren, siehe oben), kann diese Entwicklung über leicht grössere Klassen aufgefangen werden. Für die Gemeinden ist dieses Szenario mit tieferen Kosten verbunden, erhalten sie doch mehr kantonale Kopfbeiträge je Klasse, die geführt wird. Das Verhältnis der kantonalen Beiträge je Klasse zu den Kosten einer Klasse verbessert sich zugunsten der Gemeinden.

Das Phänomen wird im Bildungsbericht Schweiz 2014, S. 76 ff. beschrieben.

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