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«Büro mit Seesicht» — Ein halbes Jahr im Amt

30.11.2016
Von Zürich nach Zug, von der Hochschulstufe in die Volksschule: Mehr Quereinsteigerin geht fast nicht. In ihrem persönlichen Rückblick schaut Myriam Ziegler, Leiterin des Amts für ...
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Von Zürich nach Zug, von der Hochschulstufe in die Volksschule: Mehr Quereinsteigerin geht fast nicht. In ihrem persönlichen Rückblick schaut Myriam Ziegler, Leiterin des Amts für gemeindliche Schulen, auf die Zeit vor und nach ihrem Amtsantritt zurück.

"Büro mit Seesicht"  — ein halbes Jahr im Amt für gemeindliche Schulen

Von Dr. Myriam Ziegler

"Wie wird es sein?" habe ich mich gefragt, als ich Ende September 2015 die Zusage für meine neue Position erhalten habe. "Wie wird es sein, wenn ich nicht mehr jeden Arbeitstag von Hünenberg nach Zürich pendeln muss und am Abend wieder zurück? Wenn ich statt auf den pulsierenden Verkehr am Hauptbahnhof in Zürich dann auf den ruhigen Zugersee schauen werde? Wird mir die hektische Atmosphäre einer Grossstadt wie Zürich fehlen...?"

Mehr als 30 Jahre bin ich von Hünenberg nach Zürich gependelt: Erst zum Studium an der Universität Zürich, später zum Berufseinstieg bei der heutigen UBS und dem Beratungsunternehmen Ernst & Young. Auch während der letzten rund 17 Jahre zu meiner Arbeitsstelle beim Hochschulamt bei der Bildungsdirektion des Kantons Zürich. Unzählige Stunden in den Zügen der SBB. Wenn man etwas 30 Jahre lang tut, dann geht das irgendwann in Fleisch und Blut über. Irgendwann denkt man nicht mehr über Alternativen nach. Das ist eben so, denkt man. Nein, das muss eben nicht so sein, wenn sich die richtige Gelegenheit bietet, dann kann man etwas Neues anpacken!

Im Juni 2015 habe ich eine Stellenanzeige gesehen, die meine Aufmerksamkeit fesselte: Die Leitung des AgS bei der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug. Eine Tätigkeit in der Primar- und Sekundarstufe I, statt wie bisher in der Tertiärstufe (Universität und Fachhochschulen) beim Kanton Zürich. "Das könnte eine spannende Herausforderung sein. Und das auch noch in meinem Wohnkanton...", dachte ich so bei mir. Im Wissen, über kein Lehrdiplom der Primar- oder Sekundarstufe I zu verfügen und faktisch als Quereinsteigerin für diese Bildungsstufe - allerdings mit langjähriger Verwaltungserfahrung - zu gelten, ging ich das Wagnis ein. Also habe ich meine Bewerbungsunterlagen noch kurz vor der Abreise in die wohl verdienten Ferien fertiggestellt und abgeschickt. Per Ende September 2015 war es definitiv: Ab Mai 2016 würde ich in Zug bei der Direktion für Bildung und Kultur tätig sein.

Am 4. Dezember 2015 bin ich zum ersten Mal zu Besuch im AgS gewesen. Eine Vorstellungsrunde zum gegenseitigen Kennenlernen. Fast allen zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durfte ich an diesem Tag begegnen. Beeindruckend war auch die Aussicht aus den einzelnen Büros. Anfang Mai 2015 war es dann so weit: Ich habe meine neue Position angetreten und konnte noch einen Monat lang mit dem ehemaligen Leiter die Übergabe der Amtsgeschäfte abwickeln. Es war ein intensiver Monat, gespickt mit vielen Sitzungen, die mir aber auch die Chance geboten haben, einen Grossteil meiner künftigen Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und mir die Vielfalt der zu bearbeitenden Themen vor Augen führten. Deshalb war der Juni 2015 für mich nur noch ein Sprung ins lauwarme Wasser, da mein Amtsvorgänger mich gut vorbereitet hatte. Zudem wusste ich, dass ich mich auf «meine» hoch motivierten, sehr gut qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen kann.

Ich bin im AgS mit offenen Armen aufgenommen worden. Keine Selbstverständlichkeit mehr in der heutigen Arbeitswelt. Die Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war von Beginn weg sehr angenehm und fruchtbar. Auch der Austausch und die Zusammenarbeit unter den einzelnen Ämtern und über einzelne Direktionen hinweg erfuhr ich als sehr pragmatisch.

Gespannt war ich darauf, wie sich die Zusammenarbeit mit den Rektoren der gemeindlichen Schulen gestalten würde, sind sie doch diejenigen, die sich zusammen mit den Lehrpersonen im Schulalltag an vorderster Front bewegen. Für die Realisierung aller Projekte wie auch für einen regelmässigen fachlichen Austausch ist das AgS auf eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit ihnen angewiesen. Auch hier bin ich auf Offenheit gestossen: Unsere regelmässigen Besprechungen und Sitzungen sind geprägt vom gemeinsamen Ziel, weiterhin über sehr gute Schulen im Kanton Zug verfügen zu wollen. Ich bin überzeugt, dass sich unsere Zusammenarbeit auch in der Zukunft vielversprechend ausgestalten wird.

Mein Fazit nach sechs Monaten im AgS: Ich bin von allen offen aufgenommen worden. Die Zusammenarbeit mit allen Partnern – seien es interne oder externe – ist geprägt vom Interesse an Zusammenarbeit und gemeinsamer Lösungssuche, Offenheit und Diskussionsfreudigkeit, jedoch immer das gemeinsame Ziel von guten Schulen auf der Primar- und Sekundarstufe I vor Augen haltend. Mir macht meine Arbeit im «Büro mit Seesicht» grosse Freude!

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