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ÜGK: Erster schweizweiter Mathematiktest!

07.04.2016
Die Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) steht im Kanton Zug sozusagen vor der Tür. Aber nicht nur der Kanton Zug, sondern alle Kantone machen mit. Erstmalig werden damit schweizweit schulische ...
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Die Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) steht im Kanton Zug sozusagen vor der Tür. Aber nicht nur der Kanton Zug, sondern alle Kantone machen mit. Erstmalig werden damit schweizweit schulische Leistungen verglichen. 2016 in Mathe, 2017 im Bereich der Sprachen. Der Zuger Bildungsdirektor beurteilt die ÜGK differenziert.

Von Lukas Fürrer

Seit der Volksabstimmung vom Mai 2006 über die Bildungsartikel sind die Kantone per Bundesverfassung zur Harmonisierung von wichtigen Eckwerten im Schulwesen verpflichtet. Dazu gehört auch die Harmonisierung der Bildungsziele. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat im Juni 2013 beschlossen, den Erreichungsgrad der nationalen Bildungsziele zu überprüfen. Diese Erhebungen starten im Frühling 2016 mit 25'000 Schülerinnen und Schülern aller Schularten (Sekundarschule, Realschule, Werkschule, Gymnasium) des 9. Schuljahres in Mathematik.

Vollerhebung im Kanton Zug
Alle Kantone, d. h. diejenigen, die dem HarmoS-Konkordat beigetreten sind und die Nicht-Beitritts-Kantone, haben sich entschieden, an der Erhebung teilzunehmen. Alle Kantone werden sich mit einer repräsentativen Stichprobe beteiligen. Für den kleinen Kanton Zug bedeutet dies, dass eine sogenannte Vollerhebung stattfinden muss. Das heisst, dass im Kanton Zug alle Schülerinnen und Schüler des 9. Schuljahres (Gemeindliche Schulen, Kantonsschulen, zwei Privatschulen) in Mathematik getestet werden. Das sind rund 1000 Schülerinnen und Schüler. Für den Kanton Zug ist Evelyne Kaiser vom Amt für gemeindliche Schulen für die Organisation verantwortlich.

Sprachen-ÜGK 2017
Im Frühjahr 2017 folgt die ÜGK II. Dann werden die Schülerinnen und Schülern des 6. Schuljahres in der Schulsprache und der 1. Fremdsprache getestet, im Kanton Zug also in Deutsch und Englisch. Die Ergebnisse der ÜGK II sind geeignet, der Fremdsprachendebatte in der Schweiz zusätzlichen Schwung zu verleihen.

Steuerungswissen für die Kantone
Die ÜGK wird die erste national durchgeführte Leistungsuntersuchung in der obligatorischen Schulzeit mit schweizerischen Messinstrumenten sein und PISA ergänzen. Die Ergebnisse der ÜGK sollen in erster Linie zeigen, inwieweit in den Kantonen die nationalen Bildungsziele erreicht werden. Es werden keine Aussagen über einzelne Schulen, Klassen, Lehrpersonen oder einzelne Schülerinnen und Schüler abgegeben. Im Fokus steht die Evaluation der kantonalen Schulsysteme. Ob und wie die ÜGK später weitergeführt wird, darüber will die EDK aufgrund der Erfahrungen mit den ersten beiden Durchläufen entscheiden.

Schnellschüsse vermeiden
Für den Zuger Bildungsdirektor, Stephan Schleiss, ist die Überprüfung der nationalen Bildungsziele eine Folge der Harmonisierungsbestrebungen in der Volksschule. Ob die ÜGK die richtige Form sei, müsse sich zeigen. «Die ÜGK funktioniert, wenn die Ergebnisse verlässliche Hinweise auf Stärken und Schwächen der Schule liefern», so Schleiss. Was man in seinen Augen in der Schweiz verhindern sollte: Hektische Betriebsamkeit im Nachgang zu dieser neuen Erhebung. Die Erfahrungen mit PISA würden deutlich zeigen, dass sich pädagogische Schnellschüsse nicht auszahlen würden — ausser natürlich für die Anbieter von solchen Schnellschüssen.

 

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