Update Bildungspolitik – April 2026
Kantonsrat
Sitzung vom 30.4.26
- Trakt. 8, Kantonsratsbeschluss betreffend Darlehen an die Stiftung «The International School of Zug and Luzern» (ISZL) zur Finanzierung der Schulraumerweiterung. Nichteintretens-Antrag der ALG/SP mit 34 : 38 Stimmen abgelehnt. 1. Lesung abgeschlossen, 2. Lesung folgt am 1. Juli. ALG kündigt Referendum nach der 2. Lesung an.
Regierungsrat
Sitzung vom 28.4.26
- Erlass Verordnung betr. Entschädigung Prüfungsexpertinnen und -experten an kt. Mittelschulen und an anerkannten privaten Gymnasien: genehmigt.
- Zuwahl von Mirjam Aegerter in die Schulkommission der Mittelschulen (Vakanz Matthias Buzzi [Die Mitte]): genehmigt.
Bildungsrat
Sitzung vom 1.4.26
- Rahmenkonzept Qualitätsmanagement «Gute Schulen»
Der Bildungsrat beschliesst das weiterentwickelte Rahmenkonzept Qualitätsmanagement «Gute Schulen». Es dient als strategischer Rahmen für die nächsten fünf bis zehn Jahre und stärkt insbesondere Querschnittsthemen wie die Digitalität. Den Gemeinden wird ein grosser Handlungsspielraum eingeräumt. Die Evaluation erfolgt durch die Externe Schulevaluation. - Überfachliche Kompetenzen und Menon
Der Bildungsrat stimmt dem vorgeschlagenen Vorgehen zu. Das Kompetenzmodell wird verschlankt und vom Tool «Menon Education» entkoppelt; dieses wird abgeschaltet. Das AGS bereitet die Kommunikation an das Schulfeld vor und erarbeitet einen Regierungsratsbeschluss zur Aufhebung des BRB vom 22. November 2022. - Überarbeitung Konzept Sonderpädagogik (KOSO)
Der Bildungsrat führt eine Aussprache zur Überarbeitung des KOSO. Im Zentrum stehen die politische Lesbarkeit des Konzepts und die vorsichtige, pilotweise Einführung der integrierten Sonderschulung Verhalten. Der Fokus der Weiterentwicklung liegt auf dem Ausbau der Besonderen Förderung. Die eingeschlagene Stossrichtung wird unterstützt. Siehe zum KOSO auch den Beitrag an dieser Stelle. - Postulate Fremdsprachen
Der Bildungsrat berät seine Haltung gegenüber den beiden Postulaten (Verbesserung vs. Abschaffung) im Bereich Frühfranzösisch. Während Frühenglisch offensichtlich funktioniert, ist die Situation im Frühfranzösisch unbefriedigend. Einigkeit besteht im Bildungsrat vor allem darin, dass von einem (Abschaffungs-)Vorpreschen des Kleinkantons in dieser mittlerweile nationalen Frage besser abgesehen werden sollte. Die Auswirkungen auf Stundentafeln, Lehrpersonenausbildung und Pensen sind erheblich. Auch vor dem Hintergrund der grossen Aufgaben, an welchen die gemeindlichen Schulen im Kanton Zug bereits sind (u. a. KOSO, Aufbau teiseparative Gefässe Verhalten, Leistungstests, Frühe Sprachförderung, Schulergänzenden Betreuung), ist es berechtigt, die weitere Entwicklung insbesondere im Kanton Zürich abzuwarten. Mit gezielten Verbesserungen soll in Zug die Zeit für Verbesserungen genutzt und deren Wirkung überprüft werden. Aktivitäten wie die Sprachateliers oder Austausche sollen vertieft werden. Da es aus Deutschland zudem wissenschaftliche Hinweise gibt, dass sich mit einem anspruchsvolleren frühen Sprachunterricht bessere Ergebnisse erzielen lassen, werden Pilotklassen für ein freiwilliges Sprachzertifikat am Ende der 6. Klasse gesucht.
Schulkommission der Mittelschulen
Keine Sitzung im April
Medien (Auswahl, ggf. hinter Bezahlschranke)
ZZ, 30.4.26: 1000 Zuger Schülerinnen und Schüler meistern Leistungstests. Link zur Medienmitteilung.
ZZ, 30.4.26: Parlament pro Millionen für Expat-Schule – doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. [Pro Memoria: Die ISZL entlastet Gemeinden und Kanton jährlich um mehr als 10 Millionen Franken Beschulungskosten. Darlehen heisst zudem, dass sich die Darlehensnehmerin verpflichtet, Zinsen zu zahlen und den Betrag zurückzuzahlen - LuF].
Zentralplus, 30.4.26: 15-Millionen-Kredit: Zoff um Elite-Schule. Dito.