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Gerichtsterritorium Buonas

Buonas, Geschichte von Risch, Gerrichtsterritorium, Gerichtsstand
historische Ansicht von Schloss Buonas
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historische Ansicht von Schloss Buonas

Auf der Halbinsel Buonas errichteten die Ritter von Buonas um das Jahr 1020 die erste Burg. Die mütterlichseitige Abstammung der Ritter von Buonas von den Nellenburgern darf als gesichert betrachtet werden. Die teilweise gemeinsame Fischenzennutzung mit dem Kloster Muri in Gangolfswil sowie der gemeinsame Besitz der Kirche Risch bekommen dadurch ihren Sinn. Dass das Patronatsrecht der Kirche Risch an das Kloster Muri überging, und nicht an die Herren von Buonas, zeigt auf, dass der Erbgang über eine Frau verlief, denn das Amt des Kirchenvogts war an das männliche Geschlecht gebunden. Durch Heirat der Adelheid von Buonas mit Ulrich von Hertenstein gingen Schloss und Herrschaft um 1250 herum für rund 400 Jahre auf das Geschlecht der Hertenstein über. Ab dieser Zeit wurde das Schloss Buonas als Schloss Hertenstein bezeichnet. Der heutige Bau des Schlosses Buonas wurde in seiner Grundsubstanz nach dem Brand von 1478 in den Jahren 1494 bis 1498 neu errichtet, erfuhr aber bis 1700 verschiedene Umbauten.

Die Gerichtsherren von Hertenstein wohnten meistens in der Stadt Luzern. Einer der bedeutendsten Luzerner im 15. Jahrhundert war Kaspar von Hertenstein. Neben seiner militärischen Laufbahn in einer Zeit, wo der Kriegsruhm der Eidgenossen den Höhepunkt erreichte, ging eine ebenso hervorragende diplomatische Karriere einher. Gerade die letztere brachte Hertenstein in zahlreiche Konflikte, so dass dieser hochgestellte Diplomat, ein Haupt des Städtebundes, zu den meistgehassten Männern der Eidgenossenschaft zählte. In der Schlacht bei Murten befehligte Kaspar von Hertenstein die Nachhut. Aus der Beute der Burgunderkriege schenkte Kaspar der Kirche Risch einen silbernen Kelch.

Bild von Peter von Hertenstein; er leitete diplomatisch die Gründung der Schweizergarte am Vatikan ein
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Peter von Hertenstein

Sein Sohn Peter schlug eine kirchliche Karriere ein und erlebte seine Jugendjahre als Familiaris am römischen Hof von Kardinal Giuliano della Rovere, studierte in Paris und wurde auf Grund seiner verwandtschaftlichen Beziehungen Archidiakon der Domkirche von Sitten. Nach der Wahl von Kardinal della Rovere zum Papst erliess dieser als Julius II. Anfang Februar 1505 an Peter von Hertenstein die dringende Aufforderung, unverzüglich nach Rom zu kommen. Peter wurde mit der Schaffung einer Garde für den Papst, der heute noch existierenden Schweizergarde, beauftragt. Am 22. Januar 1506 zog die schmucke Truppe durch die Porta del Popolo in die ewige Stadt ein. 1654 gelangten Schloss und Gerichtsherrschaft Buonas durch Heirat an Johann Martin Schwytzer aus Luzern, der Anna Katharina von Hertenstein ehelichte. Der Urenkel Josef Xaver Thüring Schwytzer verkaufte am 28. März 1782 das Gerichtsterritorium an die Zuger Wolfgang Damian Bossard und Blasius Landtwing. Damit war das ganze heutige Gemeindeterritorium in Zuger Hand.

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