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Chancen trotz Corona

Studierende der PH Zug und der PH Luzern bilden Lerntandem mit Primarschüler*innen und unterstützen sie beim Lernen während des fernunterrichts und beim Übergang zurück in die Schule

Lernbegleitung durch Studierende für Schülerinnen und Schüler

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Eine engagierte Studentin bilanziert ihren Lernweg

Mit der Schulschliessung und dem Fernunterricht im März 2020 verschärften sich auch die Bildungsnachteile für spezifische Gruppen von Schülerinnen und Schülern. Das IZB, das sich in unterschiedlicher Form mit dem Thema Chancen(un)gerechtigkeit in der Bildung beschäftigt, lancierte deshalb das Projekt «Chancen trotz Corona». Im Projekt bildeten PH-Studierende Lerntandems mit Primarschüler*innen in Zuger Schulen und unterstützten diese im Lernprozess. Das Projekt war eine «Win-win-Situation», denn nicht nur die Schülerinnen und Schüler profitierten während des Fernunterrichts und in den letzten Wochen vor den Sommerferien von der Zusammenarbeit, auch die Studierenden konnten mit ihrem Einsatz ihre Kompetenzen erweitern. Die Studierenden mussten flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des Kindes reagieren und sie erhielten Einblick in Lebensverhältnisse, die ihnen vielleicht nicht vertraut waren.

Das Mentoringprogramm ist auf grosses Interesse gestossen

In der direkten Zusammenarbeit mit Zuger Schulen konnten noch während den Frühlingsferien Kontakte zu Schüler*innen vermittelt und «Lerntandems» gebildet werden. Das Projekt entlastete sowohl Eltern als auch Lehrpersonen. Das IZB erhielt von den Schulen eine wesentlich höhere Nachfrage nach Unterstützung als das Projekt abdecken konnte. Auch die positiven Rückmeldungen aller Beteiligten, das hohe Interesse von Fachstellen und Fachpersonen sowie die hohe Medienpräsenz unterstreichen die Wichtigkeit des Engagements der Studierenden.

Die Neue Zuger Zeitung berichtete in der Ausgabe vom 11. April 2020 über das Projekt.

Hinzu kamen eine Fernsehberichterstattungen von Tele 1, sowie Berichte im Zentralschweizer Radio Sunshine, dem Regionaljournal Zentralschweiz, sowie in der Sendung Heute Morgen (Beitrag bei 6.33) im Radio SRF.

Ausführlich wurde auch in der Zeitschrift des Lehrerinnen und Lehrerverbandes «Bildung Schweiz» über das Projekt berichtet.

Grosses Engagement und Lerngewinn für die Studierenden

Mathe Fernunterricht
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Erfreulicherweise haben sich 22 Studierende für diesen freiwilligen Einsatz zur Verfügung gestellt. Die Studierenden wurden während der Dauer des Projektes von Dozierenden des IZB beratend begleitet. In sechs Webinaren hatten sie die Gelegenheit sich über ihre Erfahrungen mit den Lernbegleitungen auszutauschen. In diesen Online-Treffen erhielten die Studierenden zudem auch kurze Inputs zu den Themen Chancengerechtigkeit in der Bildung, Sprachsensibler Unterricht, Umgang mit sozialer Heterogenität und Feedback, welche sie im Selbststudium mit Texten vorbereiteten. Das persönliche Engagement im Projekt zusammen mit theoretischen Grundlagen dient dazu, die Studierenden für das Thema der Chancen(un)gerechtigkeit zu sensibilisieren. Insbesondere die Sensibilisierung für das Thema Chancengerechtigkeit ist bei angehenden Lehrpersonen essenziell.

Das Projekt dauerte bis zu den Sommerferien und wurde finanziell von der Stiftung Mercator Schweiz unterstützt.

Das IZB wird sich über das Projekt hinaus mit dem wichtigen Thema auseinandersetzen, denn Projekte wie «Chancen trotz Corona» können zwar punktuelle Kompensation bieten, effektive Chancengerechtigkeit ist aber letztlich eine strukturelle und institutionelle Frage, die auf unterschiedlichen Ebenen angegangen werden sollte.

Weitere IZB Projekte zum Thema:

Weitere Informationen

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Kontakt

Dominique Braun
Wissenschaftliche Mitarbeiterin IZB
+41 41 727 12 40
dominique.braun@phzg.ch

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